Leider nicht so schön…
Das Haus ist von 1975 – und das sieht man leider auch. Die Werbefotos sind sehr, sehr wohlwollend aufgenommen und offenbar mit einem guten Weitwinkelobjektiv entstanden. Die schönen hohen Tannen, die auf den Bildern das Haus einrahmen und etwas Privatsphäre bieten, wurden inzwischen leider alle gefällt. Stattdessen hat man nun freie Sicht auf die umliegenden Häuser. Die erwähnte Teilrenovierung beschränkt sich augenscheinlich auf eine neue Spülmaschine und ein neu gefliestes Badezimmer – das war es dann aber auch schon. Abgesehen von neuen Fliesen, einem WC und einer Dusche gibt es im Bad leider nichts. Auch keine – wirklich gar keine (!) – Ablageflächen. Lediglich unter dem Waschbecken befindet sich ein kleines Schränkchen für Toilettenpapier usw. Der Rest der Einrichtung ist recht abgewohnt und dürfte gerne ersetzt werden. Es gibt viel zu wenige Steckdosen, und die Mikrowelle befindet sich nicht in der Küche, sondern im benachbarten, ungeheizten Schuppen auf der Waschmaschine. Insgesamt ist es recht dunkel, und dass es draußen windig ist, merkt man leider auch bei geschlossenen Fenstern sehr deutlich. Zusätzlich klapperte ständig eine Lüftung im Wind, die uns Tag und Nacht an das stürmische Wetter erinnerte. Angeblich bietet die Unterkunft Platz für sechs Personen – das halte ich jedoch für maßlos übertrieben. Bei drei Betten mit jeweils 140 cm breiten, durchgelegenen Matratzen muss man sich schon sehr gut verstehen. Wir sind mit zwei Erwachsenen, zwei Kindern und einem kleinen Hund angereist – und mehr hätten es auch nicht sein dürfen. Was mich aber am meisten gestört hat, war die mangelhafte Sauberkeit bei der Anreise. Zwar lag eine Karte mit lieben Grüßen des Reinigungsteams auf dem Tisch, aber was hier gereinigt worden sein soll, ist mir ein Rätsel. Überall lag Staub, auf dem Sofa fanden sich lange Haare und Krümel, und um den Esstisch herum war es nicht einmal besenrein – alles voller Krümel und Wollmäuse. Da wir nach der langen Anreise schnell auspacken wollten und keine Lust auf Telefonate mit dem Vermietungsbüro hatten, haben wir vor dem Einzug selbst gründlich gesaugt und gewischt. Die Vormieter hatten uns eine übervolle Mülltonne hinterlassen. Ich schrieb daher eine E-Mail an das Büro von Sonne und Strand, um die Abholtermine zu erfahren und mich nach einem nahegelegenen Entsorgungshof zu erkundigen. Die Antwort fiel knapp aus: Die Müllabholung erfolgt alle zwei Wochen, und wann die letzte Abholung stattfand, wusste man nicht. Weitere Informationen wurden auch auf Nachfrage nicht gegeben.
Alles in allem sehr schade – hier werden wir nicht noch einmal buchen.
