Leider war unser Aufenthalt in diesem Haus nicht wie erwartet.
Als wir ankamen, war das Haus komplett ausgekühlt (12°C) und die Heizungen gerade erst eingeschaltet. Da es lediglich in den Bädern und im Eingangsbereich Fußbodenheizung gibt (im restlichen Haus sind nur einfache Konvektionsheizungen), dauerte es bis zum nächsten Tag, die Temperatur in einen erträglichen Bereich zu bringen. Unterstützt haben wir das, durch den Ofen, für den wir in der Not im Nachbarort erstmal Holz kaufen mussten. Das Thema Heizung und Temperatur verfolgte uns dann den gesamten Urlaub. Bereits bei der Ankunft stellten wir fest, dass die Heizung in einem Schlafzimmer defekt war. Eine Reklamation brachte erst am nächsten Mittag Ersatz durch einen kleinen Öl-Radiator. Nachdem wir dann normale Bedingungen hatten, merkten wir, dass die Heizung im Essbereich ebenfalls defekt war, hier war es jedoch das Thermostat, so dass diese permanent auf höchster Stufe lief. Eine erneute Reklamation brachte uns einen kleinen Konvektionsheizer, der allerdings für die große Fensterfront viel zu gering war, weshalb wir im Büro in Blavand einen weiteren kleinen Öl-Radiator erhielten. Im großen offenen Wohn-/Essbereich mit Küche war das nicht optimal, aber zumindest nicht permanent zu warm oder beim Essen mit kalten Füßen. Es war aber sowieso unmöglich im Haus die Temperatur vernünftig zu regeln, da zu viele unterschiedliche Heizsysteme sich permanent gegenseitig störten. Mal waren die Böden in den Bädern warm, mal eiskalt, obwohl wir die Regler permanent auf Stufe 2 von 5 hatten. Besonders interessant spielte dann auch die Sauna mit. Eigentlich hatten wir uns auf regelmäßiges Saunieren gefreut, mehr als zweimal hatte aber niemand Lust, denn in der folgenden Nacht war das Haus unerträglich heiss, da die Sauna scheinbar keinerlei Isolation hat - weder nach innen, noch nach außen. Das merkte man auch am Saunaofen, der während eines 3-stündigen Betriebs permanent heizte, obwohl wir das Thermostat nicht auf höchster Stufe hatten. Das liegt daran, dass der untere Bereich im Raum auch nach dieser Zeit kalt war und man einen deutlichen Zug spürte (bei geschlossenen Lüfterklappen). Aus dem Grund wurde in der Sauna, absolut laienhaft, wohl auch auf die Bänke eine zusätzliche Ebene gebastelt, auf der man nicht liegen (zu schmal und aufgenagelte Stege) aber auch nicht richtig sitzen (zu hoch, die Beine kommen nicht auf die untere Ebene) kann. Entspannung kam hier definitiv nicht auf.
Eigentlich sind wir definitiv keine Nörgler und haben auch, nachdem wir unsere Probleme mit der Heizung geschildert hatten, aus allen Gegebenheiten das Beste gemacht. Für uns war die Lage des Hauses perfekt, komplett außerhalb der großen Ferienhausanlagen, mitten im Wald. Direkt an die Terasse kamen Eichhörnchen und sogar Rehe. Auch das Haus selbst war vom Schnitt wirklich schön und gemütlich - stört man sich nicht an den wirklich engen Schlafzimmern (50cm Umlauf um die Betten). Der Zustand lässt aber mehr als zu wünschen übrig und zeigt deutlich das auch die Renovierung schon 20 Jahre her ist. Im Wohnzimmer gibt es zwar eine neue Sitzgruppe, der Rest hat allerdings seine beste Zeit weit hinter sich. Nicht nur Besteck und Geschirr ist wahllos zusammengewürfelt und teilweise beschädigt, auch die Möbel sind einfach, teilweise aufgequollen und vieles gerät aus den Fugen. Die Türen schließen zum Teil nicht mehr richtig und fast jede Türklinke ist locker. Den Zustand ums Haus kann man mit viel gutem Willen als „Natur“ oder kreatives Chaos bezeichnen. Ganz gravierend wird es dann beim Zustand der Elektrik. So ist eine Steckdose gebrochen und nicht mehr berührungssicher - dummerweise direkt am Lichtschalter fürs Wohnzimmer. Die Verkabelung der erwähnten Heizung im Essbereich ist lose und hier zeigen sich blanke Drähte und eine nicht angeschlossene Erdung, die mir als elektrisch versierten Menschen, die Haare zu Berge stehen lässt. Gleiches gilt für die direkt neben das Waschbecken, an den Schrank geschraubte, nach oben offene Elektroheizung.
Alles in allem finde ich das Preis-/Leistungsverhältnis im Vergleich zu den anderen Häusern völlig absurd, zumal noch der Strom hinzukommt und wir in zwei Wochen bei milden Außentemperaturen von 5-10 Grad, über 800kWh Strom (ca. 350€!!!) verbraucht haben - das geht absolut nicht.
Zum Service von Sonne und Strand möchte ich anmerken, dass diese zwar anfangs bemüht waren, aber das war es dann. Die Heizungen sollten temporär sein, da es kurz vor Weihnachten nicht möglich war, einen Elektriker zu bekommen. Danach wollte man sich allerdings darum kümmern, leider hat es dann aber wohl niemanden mehr interessiert. Vielleicht hätten wir mehr drängen sollen, aber wir hatten Urlaub und wollten den einfach genießen - so gut es eben ging.
Noch ein wirklich guter Rat. Solltet ihr euch zu einer Buchung des Hauses entscheiden, schaut, dass ihr eine Taschenlampe dabei habt, wenn ihr abends vom Auto zur Haustür lauft. Das Licht schaltet sich nämlich erst in dem Moment an, wenn Ihr vor der Tür über die Stufe gestürzt seid.
Seitens Sonne und Strand wurde uns die Endreinigung nicht berechnet und der abweichende Stromverbrauch gutgeschrieben (Normalerweise hätten wir die Sauna mehr als einmal pro Woche benutzt ... Gottseidank haben wir das nicht getan), zu mehr war man jedoch nicht bereit. Eine weitere Klärung war dann sehr aufwendig und langwierig. Mails werden gerne ignoriert. Erst nach Androhung weiterer Schritte haben wir dann eine Kompensation erhalten. Für uns ist das Thema damit erledigt, aber Service sieht leider anders aus.