Im Hareskoven nordwestlich von Kopenhagen befindet sich ein besonders alter, imposanter Baum, der nun zu einem kleinen Pilgerort für Fans der dänischen Fernsehserie „Valdes Jul“ geworden ist. Die Eiche trägt den Spitznamen „Skrædderen“, doch vielen Besuchern ist sie als das ‚Modertræ‘ aus der beliebten Weihnachtsserie bekannt.
Was dieses Baumexemplar so faszinierend macht, sind seine beeindruckenden Ausmaße und das hohe Alter von mehreren Jahrhunderten. Skrædderen ist zugleich Lebensraum für viele Tierarten: Über die Jahre haben Pilze, Insekten und Kleinlebewesen das Eichenholz ausgehöhlt, sodass aktuell sowohl Wespen als auch Fledermäuse und Singvögel wie Amseln darin ein Zuhause gefunden haben.
Nicht nur Naturinteressierte finden hier ein außergewöhnliches Ziel. Für deutsche Urlauber oder Einwohner lohnt sich die kurze Anreise aus Kopenhagen (circa 20 Kilometer) auch als familienfreundliches Tagesziel. Die Umgebung bietet einen etwa sechs Kilometer langen Rundwanderweg durch abwechslungsreiche Wälder und Moore. Ein Highlight der Route ist der Sumpfbereich Djævlemosen, wo sich mit etwas Glück hungrige Greifvögel und scheue Rehe beobachten lassen. Zudem führt der Weg über die alte Harrevads Bro und erschließt damit weitere landschaftliche Besonderheiten der Region.
Wer das Modertræ besuchen möchte, sollte angemessene Kleidung für Wanderungen mitbringen, denn abseits befestigter Straßen ist das Gelände oft feucht und uneben. Um den uralten Baum zu erreichen, empfiehlt sich eine Karte der Hareskoven-Region oder die Nutzung gängiger Wander-Apps. Das Waldgebiet ist ganzjährig frei zugänglich und von mehreren Parkplätzen aus in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen.
Ob als Naturdenkmal, Fernsehkulisse oder Ausgangspunkt für Wochenendtouren – das Skrædderen bietet spannende Eindrücke und ist ein Stück dänischer Kulturgeschichte, das auch für Ausflügler aus Deutschland einen Besuch wert ist.
