In der südwestdänischen Kommune Tønder bot sich am gestrigen Abend ein spektakuläres Naturphänomen: Das Nordlicht, in Skandinavien Auroras genannt, tauchte den Himmel in farbenprächtige Schleier. Bereits vor dem eigentlichen Einbruch der Nacht erschienen grünliche und violette Lichter am Horizont, zu beobachten besonders südlich von Møgeltønder.
Die lokale Verwaltung rief Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihre schönsten Aufnahmen des Nordlichts zu teilen – nicht nur zur Archivierung dieses einzigartigen Wetterereignisses, sondern auch um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Über soziale Netzwerke sollen die eingereichten Bilder gesammelt und auf offiziellen Kanälen präsentiert werden. Besonders auf Instagram und Facebook plant die Kommune eine Story-Reihe, in der die besten Fotos vorgestellt werden.
Für Leserinnen und Leser aus Deutschland ist dieses Vorkommen insofern bemerkenswert, als das Naturschauspiel des Nordlichts im Süden von Dänemark – und somit auch in grenznahen Regionen zu Schleswig-Holstein – nur unter besonderen Bedingungen zu sehen ist. Es erinnert daran, dass solche Himmelsphänomene keine reine Domäne der Arktis sind, sondern bei starker Sonnenaktivität mit etwas Glück bis an die nördlichen Grenzen Deutschlands vordringen können.
Viele Hobbyfotografinnen und -fotografen aus Tønder nutzten die Gelegenheit, um ihre Aufnahmen mit Ortsangabe einzureichen. Die Aktion unterstreicht das große lokale Interesse an Wetter- und Naturbeobachtungen, wie auch verschiedene dänische Facebook-Gruppen verdeutlichen, in denen laufend Wettermeldungen und -fotos geteilt werden. Die Gelegenheit für Hobbyastronomen, diese magischen Momente festzuhalten, war diesmal besonders günstig.
Mit der Nordlichtanzeige funktioniert in Dänemark bereits ein gut organisiertes Frühwarnsystem, über das Interessierte per SMS oder E-Mail eine zeitnahe Benachrichtigung erhalten können, falls Auroras in Sichtweite zu erwarten sind. Wer sich zukünftig auch für den Norden Deutschlands über kurzfristige Erscheinungen des Nordlichts informieren möchte, kann entsprechende Informationsdienste abonnieren.
