Die Behörden der Stadt Kolding haben erneut ein Badeverbot für den Rebæk Strand ausgesprochen. Die jüngsten Wasserproben, die am Dienstag entnommen und heute ausgewertet wurden, zeigen eine zu hohe Konzentration von E. coli-Bakterien. Die Ursache des Problems ist derzeit noch unklar: Anders als bei einem früheren Vorfall, als starker Regen zu Abwasserüberschwemmungen und damit zu einer Belastung der Wasserqualität führte, gab es dieses Mal keinen vergleichbaren Niederschlag.

Aktuell wird geprüft, ob ein Abwasseraustritt aus dem Klärwerk von ‚Blue Kolding‘ verantwortlich sein könnte. Für diese Untersuchungen steht die Kommune mit dem Unternehmen in Kontakt. Weiterhin kommen auch andere Faktoren wie die unsachgemäße Entleerung von Bootstoiletten oder das Einbringen von Fäkalien durch Tiere und anschließenden Regen in Betracht.

Für die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, die im Sommer gerne an dänische Strände reisen, bedeutet das: Vor allem für Familien mit Kindern, Schwangere oder immungeschwächte Personen kann das Baden in bakterienbelastetem Wasser ein Gesundheitsrisiko darstellen. Touristinnen und Touristen, die in den kommenden Tagen einen Ausflug an einen Strand in der Region Kolding planen, sollten den Rebæk Strand meiden, bis neue Ergebnisse veröffentlicht werden. Die Stadtverwaltung kündigte an, bereits morgen erneut Proben zu nehmen und das nächste Ergebnis spätestens Montag bekanntzugeben.

Die anderen Strände der Kommune Kolding sind von den erhöhten E. coli-Werten nicht betroffen und eignen sich laut Prüfungsergebnissen weiterhin zum Baden. Die Behörden empfehlen, sich vor dem Strandbesuch über lokale Hinweise und die Wasserqualität zu informieren.

Dänische Medien berichten, dass das Wetter in den kommenden Tagen sommerlich warm wird – für Alternativen empfiehlt die Kommune einen Überblick über alle Strände auf der offiziellen Seite von Kolding. Für deutsche Urlaubsgäste bleibt es ratsam, sich kurzfristig über die aktuellsten Informationen zur Wasserqualität zu informieren, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.