Am heutigen 9. April begeht Dänemark den offiziellen Gedenktag an die deutsche Besetzung, die am 9. April 1940 begann. An diesem Tag, dem sogenannten Besættelsesdagen, werden landesweit an öffentlichen Gebäuden die Flaggen auf Halbmast gesetzt.
Die Flaggung auf Halbmast erfolgt bis 12:00 Uhr mittags und erinnert an die Gefallenen sowie an die schwere Zeit der Besatzung. Nach 12:00 Uhr werden die Flaggen dann auf Vollmast gehisst. Diese Tradition ist im dänischen Flaggenprotokoll fest verankert und wird jährlich am 9. April befolgt.
Die deutsche Besetzung Dänemarks dauerte bis zur Befreiung am 5. Mai 1945. Eine Ausnahme bildete die Insel Bornholm in der Ostsee: Dort blieben sowjetische Truppen stationiert, die erst am 5. April 1946 – fast ein Jahr nach der offiziellen Befreiung des restlichen Landes – die Insel verließen.
Für Besucher in Dänemark ist der 9. April ein stiller Gedenktag, an dem das Land seiner Geschichte gedenkt. Die auf Halbmast gesetzten Flaggen an Rathäusern, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen sind an diesem Tag im ganzen Land zu sehen.
Weitere Informationen zu den offiziellen Flagtagen in Dänemark finden sich auf der Website des dänischen Justizministeriums.
