Am 19. März 2026 zeigt der Leuchtturm Bovbjerg Fyr an der dänischen Westküste den Dokumentarfilm "Alle os og Siloen" ("Die Silo und wir") als Teil des LEMVIG:DOX-Festivals. Die Vorführung beginnt um 19:00 Uhr.

Der 78-minütige Film von Regisseurin Carina Randløv feiert 2026 Weltpremiere und ist Teil des renommierten CPH:DOX Festivals. Die Dokumentation erzählt von einer verlassenen Kornsilo im Hafen der kleinen Stadt Stubbekøbing auf Falster, die seit Jahren die Gemeinschaft spaltet. Während einige Bewohner das Bauwerk als hässliches Relikt der Vergangenheit betrachten, sehen andere darin ungenutztes Potenzial.

Als eine Künstlergruppe vorschlägt, die Silo in ein Kunstwerk zu verwandeln statt sie abzureißen, entbrennt eine lebhafte Debatte über die Zukunft der Stadt und die Rolle der Kunst. Der Film wirft Fragen auf: Für wen ist Kunst da? Wer entscheidet über die Gestaltung des öffentlichen Raums?

"Alle os og Siloen" thematisiert das Leben in Regionen, die oft als "Udkantsdanmark" (Rand-Dänemark) bezeichnet werden, und das Recht der Bewohner, ihre eigene Zukunft zu definieren. Die Dokumentation verbindet lokale Geschichten mit größeren gesellschaftlichen Fragen über Gemeinschaft, Wandel und den Mut, neue Möglichkeiten in Bestehendem zu erkennen.

Nach der Filmvorführung spricht Ane Margrethe Bjerre vom Bovbjerg Fyr über die Entstehungsgeschichte des Kulturhauses im historischen Leuchtturm und die Ideen, die hinter diesem Projekt stehen. Der Eintritt beträgt 50 Kronen und schließt Kaffee und Kuchen ein.

Das LEMVIG:DOX-Festival zeigt im März an verschiedenen Orten in der Kommune Lemvig Dokumentarfilme und bringt damit anspruchsvolles Kino in die Region Thyborøn-Lemvig.