Am vergangenen Wochenende fand in Vestervig in der Region Thy ein musikalisches Highlight statt: Das Alive Festival, das jährlich zahlreiche Musikbegeisterte und Künstlerinnen und Künstler anzieht. Besonders hervorzuheben ist die Wahl des Hawkraft Kulturhotels als Unterkunft für die Musiker, darunter die dänische Death-Metal-Band Baest, die erstmals in dieser Gegend gastierte und am Freitagabend, dem 25. Juli 2025, auf der Hauptbühne des Festivals spielte.
Der ungewöhnlich familiäre Charakter des Kulturhotels in Vestervig machte in diesem Jahr den Aufenthalt für die professionellen Musiker zu etwas Besonderem. Während Baest bereits große Festivals wie das Copenhell oder das Roskilde Festival bespielt hat, war die intime Atmosphäre des Alive Festivals und die Gastfreundschaft im Hawkraft für sie eine neue Erfahrung. Das Hotel bot nicht nur Schlafplätze, sondern auch einen gemütlichen Rückzugsort, an dem die Mitglieder gemeinsam mit ihren Familien Zeit verbringen konnten.
Für die Festivalleitung ist die Wahl, alle auftretenden Künstler zentral unterzubringen, Teil eines bewussten Konzepts. Dorte und Jan Handberg, die Inhaber des Kulturhotels, setzen auf eine offene Umgebung, die Kommunikation und kreative Pausen für die Musiker ermöglicht. Künstlerisches Arbeiten und Erholung sollen hier Hand in Hand gehen – ein Ansatz, der auch von anderen Bands und Solokünstlern, wie dem amerikanischen Sänger Trace Jory, der aktuell das Hotel erneut besucht, geschätzt wird.
Das Festival selbst überraschte mit einer besonders intensiven Festivalgemeinschaft. Das Publikum war gut vorbereitet, nicht zuletzt dank der intensiven Bemühungen der Organisatoren um Promotion und Kommunikation im Vorfeld. Trotz der Metal-Orientierung von Baest wurde deren Auftritt von den Besucherinnen und Besuchern begrüßt, und auch der Rest des Wochenendes war geprägt von einer entspannten Atmosphäre im Einklang mit der landschaftlichen Schönheit Thys. Für das kommende Jahr ist das Kulturhotel bereits für das Alive Festival 2026 reserviert – ein Beleg für die gelungene Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern und lokaler Infrastruktur.
Das Modell in Vestervig zeigt auf, wie sich kleinere Festivals trotz international erfahrener Acts wie Baest auf Authentizität und lokale Einbindung konzentrieren und damit auch für Besucher aus dem Ausland eine interessante Alternative zu den großen Mainstream-Festivals bieten.
