Auf dem grönländischen Inlandeis wurde am Dienstagmorgen, dem 24. Februar 2026, kurz nach Sonnenaufgang ein extremer Windchill-Wert von -86°C gemessen. Laut meteorologischen Diensten lag die tatsächliche Lufttemperatur bei etwa -63°C, während gleichzeitig Windgeschwindigkeiten von 7-8 Metern pro Sekunde herrschten.

Der Windchill-Effekt, auch als gefühlte Temperatur bekannt, beschreibt die Kombination aus Lufttemperatur und Windgeschwindigkeit. Bei starkem Wind fühlt sich die Kälte deutlich intensiver an, da der Wind die isolierende Luftschicht auf der Haut wegbläst und so den Wärmeverlust des Körpers beschleunigt. Die meteorologischen Dienste berechnen diesen Index aus den gemessenen Werten von Temperatur und Windstärke.

Die Prognosen deuten darauf hin, dass noch kältere Luftmassen nach Grönland ziehen werden. Solche extremen Temperaturen entstehen durch arktische oder polare Luftmassen, die besonders im Winter über dem Inlandeis auftreten können. Das zentrale Inlandeis Grönlands ist für Touristen nicht zugänglich und wird hauptsächlich von wissenschaftlichen Stationen genutzt, wo solche extremen Winterbedingungen zum normalen Jahresverlauf gehören.

Die gemessenen Werte verdeutlichen die extremen klimatischen Bedingungen, die auf dem höchsten Punkt des grönländischen Inlandeises herrschen können. Für Besucher der bewohnten Küstenregionen Grönlands sind solche Extremwerte jedoch nicht relevant, da dort deutlich mildere Temperaturen vorherrschen.