Die Fährrampe im Hafen von Fanø ist am Montagabend, dem 9. Februar 2026, um 22:00 Uhr ins Wasser gefallen. Erst am Dienstagnachmittag um 14:57 Uhr konnte der Fährverkehr zur beliebten dänischen Insel wieder aufgenommen werden – nach 17 Stunden Unterbrechung.
Nächtliche Bergung bei Eiseskälte
Die Techniker von Molslinjen arbeiteten die gesamte Nacht hindurch, um die Rampe aus dem eisbedeckten Wasser zu bergen. Mit Flaschenzügen und Handkraft hoben sie die schwere Konstruktion langsam an. Kurz vor Mittag kamen zwei Kräne aus Esbjerg zum Einsatz, die die Rampe das letzte Stück nach oben beförderten.
Ein Taucher musste bei den eisigen Temperaturen ins Wasser steigen, um die Bergungsarbeiten zu unterstützen. Die Inselbewohner versorgten die Helfer während der Arbeiten mit Kaffee, Kuchen und belegten Broten.
Schneller Austausch defekter Zylinder
Im Gegensatz zum ersten Rampenunfall am 8. Juli 2023, als die Reparatur über 24 Stunden dauerte, waren diesmal alle Ersatzteile sofort verfügbar. Die Techniker konnten die defekten Zylinder umgehend durch neue ersetzen. Nach erfolgreichen Tests wurde der Betrieb mit zwei Fähren wieder aufgenommen.
Kommunikationschef Jesper Maack von Molslinjen bestätigte, dass alle vorgeschriebenen Wartungsintervalle für die Anlage eingehalten worden waren.
Ursachenforschung läuft
Molslinjen und Experten des Zylinderherstellers untersuchen nun gemeinsam die beschädigten Komponenten, um die Ursache des zweiten Rampenunfalls innerhalb von drei Jahren zu klären. Die Fährverbindung zwischen dem Festland und Fanø ist für Urlauber die einzige Möglichkeit, die autofreie Nordseeinsel zu erreichen.
Weitere Informationen zur Wiederaufnahme des Fährbetriebs finden Sie bei Nordisch.info.
