Nach zwei Rampenunfällen auf der wichtigen Fährverbindung zwischen Esbjerg und Fanø hat die Reederei Molslinjen die Untersuchungen abgeschlossen. Am 9. Februar 2026 war die Rampe im Hafen Nordby auf Fanø heruntergestürzt, woraufhin der Fährbetrieb zeitweise eingestellt werden musste. Ein ähnlicher Vorfall hatte sich bereits im Sommer 2023 ereignet.

Laut Molslinjen führten technische Experten des Herstellers, Techniker der Reederei sowie Metallurgen umfassende Untersuchungen der Liftzylinder durch, die die Rampen in Esbjerg und auf Fanø bewegen. Die Analyse ergab, dass sich in den Ösen der Liftzylinder kleine Metallrisse gebildet hatten, die das Material über die Zeit schwächten. Diese Risse waren nicht sichtbar und wurden daher bei den regulären Wartungsarbeiten nicht entdeckt.

Als Konsequenz ändert der Hersteller nun das Design der Liftzylinder. Die Ösen werden verstärkt und erhalten einen verbesserten Korrosionsschutz. Zudem sollen die Komponenten künftig häufiger auf Rissbildung kontrolliert werden. Die Reederei betonte, dass alle Wartungsanforderungen des Herstellers eingehalten worden seien.

Für Fanø-Urlauber ist die Fährverbindung von zentraler Bedeutung, da sie die einzige Verkehrsanbindung der Insel darstellt. Laut Molslinjen bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Personen, da die Rampe während der Nutzung durch Menschen und Fahrzeuge fest auf der Fähre aufliegt und nicht herunterfallen kann.