In diesem Jahr erlebt die Festivalgemeinschaft in Hobro eine kleine Sensation: Die Musik- und Kulturveranstaltung „Sommersus 2025“ findet nicht nur erneut in den landschaftlich reizvollen Bramslev Bakker statt, sondern ist dieses Jahr aufgrund schwachen Vorverkaufs erstmals kostenlos zugänglich. Ursprünglich war das Festival vom 20. bis 21. Juni kostenpflichtig geplant, doch nach der kurzfristigen Entscheidung, alle Eintrittspreise auszusetzen, stieg die Anzahl der Anmeldungen rasant von 250 auf rund 4.000.

Veranstalter hoffen dadurch, das kulturelle Leben vor Ort zu beleben und ein Zeichen für Offenheit und Gemeinschaft zu setzen. Die Zahl der 4.000 Tickets teilt sich auf zwischen Dauerkarten sowie Tageskarten für Freitag und Samstag. Erwartet werden jeweils 2.000 bis 2.500 Besucher pro Festivaltag – eine Größenordnung, die den bisherigen Rahmen der Veranstaltung übertrifft. Das Naturhotel Bramslev Bakker zeichnet für die Organisation verantwortlich.

Das Programm bietet neben musikalischen Höhepunkten wie Konzerten von Ida Corr, Lis Sørensen, Skinz, Freja Kirk und Liga auch interessante Diskussionen mit Persönlichkeiten wie Jim Lyngvild, Johnny Haugaard, Simi Jan und Europaministerin Marie Bjerre. Besondere lokale Akzente setzen dabei das Hobro-Band „Sharks“ und die Sängerin Clara Elisabeth, Schülerin am Mariagerfjord Gymnasium. Den Auftakt markiert das Kunstprojekt „Midgårdsormens Ham“, das Johnny Haugaard mit Unterstützung vieler Freiwilliger realisiert hat.

Eine Besonderheit dieses Jahres ist die stärkere Einbindung der lokalen Bevölkerung, insbesondere Jugendlicher, etwa bei Diskussionen mit politischen Gästen. Damit möchte das Festival sich von klassischen Musikereignissen abheben und ein Forum schaffen, das generationenübergreifend wirkt.

Auch die Witterung spielt dem Festivalerlebnis in die Karten: Prognosen versprechen sonniges Wetter in der hügeligen Landschaft. Trotz der Schwierigkeiten im Vorfeld denkt das Organisationsteam bereits über eine Fortsetzung im kommenden Jahr nach – mit vielen Erkenntnissen, die in die künftige Planung einfließen sollen. Damit bleibt das Festival nicht nur ein Ort für Musikliebhaber, sondern auch ein kreativer Treffpunkt für Einwohner und Gäste.