In den Mønsted Kalkgruben in Mitteljütland sammeln sich derzeit zahlreiche Fledermäuse am Grubeneingang und warten auf wärmere Temperaturen und das Erscheinen der ersten Insekten. Die imposanten Kalkhöhlen, die etwa 14 Kilometer westlich von Viborg liegen, dienen den Tieren als Winterquartier.

Die Mønsted Kalkgruber gelten als die größten zusammenhängenden, von Menschen angelegten Kalkhöhlen der Welt. Laut Wikipedia umfasst das unterirdische System etwa 60 Kilometer Gänge, die sich über bis zu sechs Etagen erstrecken. Diese Dimensionen machen die Gruben zu einem idealen Überwinterungsort für Fledermäuse.

In den nahegelegenen Daugbjerg Kalkgruben überwintern laut der Quelle ab Oktober bis zu 20.000 Fledermäuse. Dort wurden sieben verschiedene Arten dokumentiert: Wasser-, Teich-, Brandt’s-, Fransen-, Braune Langohren- und Große Mausohren-Fledermaus.

Die Tiere verbringen die kalten Monate in den konstant temperierten Höhlen und warten auf den Frühling. Sobald die Außentemperaturen steigen und die ersten Insekten fliegen, verlassen die Fledermäuse ihre Winterquartiere und beginnen mit der Nahrungssuche. Die Beobachtung der Tiere am Grubeneingang zeigt, dass dieser Zeitpunkt nun bevorsteht.

Für Besucher der Region bietet sich im Frühjahr die seltene Gelegenheit, die Fledermäuse beim Verlassen ihrer Winterquartiere zu beobachten. Die Mønsted Kalkgruben sind eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Mitteljütland und ziehen jährlich zahlreiche Gäste an.