Am 9. April 2026 jährt sich der Beginn der deutschen Besatzung Dänemarks zum 86. Mal. In Haderslev erinnern mehrere Veranstaltungen an diesen historischen Wendepunkt – erstmals ergänzt durch einen innovativen Audio-Stadtrundgang.
Neues Format: Podwalk durch die Besatzungsgeschichte
Laut Haderslev Lysfest startet um 15:00 Uhr bei der Hertug Hans Kirke der Podwalk "9. april – en dag jeg aldrig glemmer" (9. April – ein Tag, den ich nie vergesse). Bei diesem kostenlosen Audio-Stadtrundgang erleben Teilnehmer die chaotischen Stunden der Besatzung durch eine Mischung aus Musik, Soundeffekten und Schauspiel über ihre Kopfhörer, während sie durch die Stadt gehen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – Smartphone und Kopfhörer genügen.
Traditionelle Gedenkveranstaltungen
Der Gedenktag beginnt bereits um 08:00 Uhr mit einer Kranzniederlegung an der Gedenktafel der Haderslev Kaserne, musikalisch begleitet vom Slesvigske Musikkorps. Um 11:00 Uhr folgen Gedenkreden von Oberst Kåre Jakobsen und Bürgermeister Mads Skau bei der Hertug Hans Kirke, gefolgt von einer Gedenkandacht, einem Marsch zur Kaserne, zwei Schweigeminuten und dem Hissen der Flagge.
Um 17:30 Uhr zeigt das Kosmorama 6100 den Film "9. APRIL" bei freiem Eintritt. Den Abschluss bildet um 19:30 Uhr ein Gedenkkonzert in der Domkirche mit SMUK, dem Slesvigske Musikkorps und dem Mädchenchor der Domkirche. Auf dem Programm stehen Werke von Carl Nielsen, Tschaikowski und Hornemann sowie gemeinsame Lieder und eine Reflexion mit Feldpfarrer Jacob Bech Joensen.
Historischer Hintergrund
Am 9. April 1940 begann mit der Operation Weserübung die deutsche Besatzung Dänemarks, die bis zum 5. Mai 1945 andauerte. Der Tag ist in Dänemark ein wichtiger Gedenktag, der an die fünfjährige Besatzungszeit erinnert.
