In Kolding, im Süden Jütlands, wird zum Jahresende eine besondere Veranstaltung angeboten: Der dramatisierte Rundgang „Slaget ved Kolding“ verbindet Klangkunst, Schattentheater und eine geführte Stadtwanderung, um die historischen Ereignisse der Schlacht bei Kolding greifbar zu machen. Der exklusive Programmpunkt findet ausschließlich am 1. und 5. Dezember statt und richtet sich an Interessierte, die Geschichte auf innovative Weise erleben möchten.
Ein Höhepunkt stellt das eigens inszenierte Hörerlebnis dar, das in Zusammenarbeit mit Studierenden des Sonuc College entsteht. Hier werden die Besucher mithilfe von Ton- und Schattenelementen mitten in das Geschehen der Straßenkämpfe von 1849 versetzt. Im Mittelpunkt steht der junge Soldat Jens, der während des Schleswig-Holsteinischen Kriegs darum kämpft, die aufständischen Truppen aus Kolding zu vertreiben. Diese immersive Inszenierung geht über das klassische Museumserlebnis hinaus und vermittelt nicht nur Fakten, sondern auch die Emotionen und Belastungen der damaligen Zeit.
Im Anschluss führt eine dramatisierte Stadtführung zu den historischen Schauplätzen. Zwei Figuren, die stadthistorisch verbürgte Witwe Karen Jensen und der Major Victor Knabstrup, begleiten die Gäste durch die Innenstadt und schildern die Auswirkungen des Krieges auf die Bürgerinnen und Bürger. Authentisch wird so ein Bogen geschlagen zwischen geschichtlichen Ereignissen und dem Alltag der Bevölkerung. Teilnehmer erfahren, an welchen Orten die Straßenkämpfe tobten und welche Narben die Auseinandersetzungen bis heute im Stadtbild hinterlassen haben.
Für deutsche Besucher bietet die Veranstaltung besondere Einblicke in den Grenzkonflikt zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein, dessen Folgen die deutsch-dänische Geschichte bis heute prägen. Die Veranstaltung und die begleitende Führung liefern spannende Perspektiven zum Verständnis regionaler Geschichte und deren Auswirkungen auf aktuelle Identitäten.
Tickets sind online nur für die genannten Termine verfügbar.
