In der malerischen Stadt Tønder im südlichen Jütland trifft sich alle zwei Wochen eine Gemeinschaft von Klöppel-Enthusiasten, um alte Handwerkskunst in gemütlicher Atmosphäre neu zu beleben. Im Drøhses Hus, einem traditionsreichen Gebäude in der Storegade 14, werden jeden zweiten Mittwoch zwischen 13:30 und 16:00 Uhr filigrane Spitzen hergestellt. Das Angebot richtet sich sowohl an erfahrene Handwerker als auch an Neulinge, die erste Schritte in dieser speziellen Technik gehen möchten. Der Unkostenbeitrag für die Teilnahme liegt bei 50 Dänischen Kronen.
Der Klöppelkreis ist Teil einer wachsenden Bewegung, die traditionelle Handarbeiten wieder stärker in das Bewusstsein der Menschen rückt. Gerade in der Grenzregion, die von einer wechselvollen Geschichte zwischen Deutschland und Dänemark geprägt ist, erfreuen sich solche Veranstaltungen einer besonders großen Beliebtheit. Sie dienen nicht nur dem Erlernen eines alten Handwerks, sondern fördern auch den interkulturellen Austausch. Für deutsche Besucher ergibt sich die Möglichkeit, einen Blick in das lebendige kulturelle Leben Südjütlands zu werfen und aktiv mitzumachen.
Vor Ort können Klöppelbücher erworben werden, was besonders Sammler oder Hobby-Künstler aus Deutschland anspricht, die nach seltenen Mustern oder Fachliteratur suchen. Das Drøhses Hus bietet mit seiner besonderen Atmosphäre und seinen Ausstellungen zusätzlich den passenden Rahmen, um in vergangene Zeiten einzutauchen.
Vor allem für Familien mit Kindern oder Interessierte, die jenseits typischer Touristenziele reisen, stellt das Klöppeltreffen eine abwechslungsreiche und authentische Erfahrung dar. Die Veranstaltung bildet zudem einen Vorgeschmack auf das größere Klöppel-Festival, das Tønder regelmäßig ausrichtet und Besucher aus ganz Europa anzieht.
Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich – Neugierige und Kurzentschlossene sind jederzeit willkommen. Für Reisende aus Deutschland bietet sich somit nicht nur ein besonderes Ausflugsziel, sondern ein kreativer Einblick in Handwerkstraditionen, die das kulturelle Erbe der Region erhalten.
