Der bildende Künstler Jan Balling hat sein Atelier in einem Holzhaus in der Kurve auf dem Weg nach Lønstrup. Hier arbeitet er das ganze Jahr über mit Malerei, Keramik und Skulpturen – inspiriert von der rauen Natur und dem Meer der dänischen Nordseeküste.

Von Aarhus an die Nordsee

Jan Balling zog von Aarhus nach Lønstrup, nachdem sein dortiges Atelier geschlossen werden sollte. Die Entscheidung für den kleinen Küstenort fiel bewusst: Die Natur und die enge Gemeinschaft vor Ort zogen ihn an. Laut dem Originaltext wusste er bereits vor seinem 20. Lebensjahr, dass Kunst sein Weg sein würde.

Arbeiten mit Erdverbindung

Seine Arbeitsweise ist unkonventionell: Jan Balling malt oft ohne Schuhe, um die Verbindung zur Erde zu spüren. Dabei läuft meist Rock oder Blues, häufig laut und in Dauerschleife. Die Arbeit findet oft abends oder nachts statt, wenn Ruhe einkehrt.

Im Winter konzentriert er sich auf die Malerei und arbeitet an 8 bis 10 Werken gleichzeitig, wobei er Ideen aus dem ganzen Jahr sammelt. Im Sommer verlagert sich der Schwerpunkt auf Keramik und andere Prozesse. Tägliche Spaziergänge am Strand, bei denen er fotografiert, gehören zu seiner Routine und liefern neue Impulse.

Atelier mit Flaggensignal

Das Atelier von Jan Balling ist für Besucher geöffnet, wenn die Flagge gehisst ist. Auf einer Notiz in seinem Arbeitsraum steht "vær skarpsleben" – bleib scharfgeschliffen. Ein Motto, das seine Haltung zur Kunst zusammenfasst: Mut haben, üben und die Poesie im eigenen Ausdruck finden, statt nach allgemeiner Anerkennung zu streben.

Lønstrup ist bekannt für seine lebendige Kunsthandwerksszene, zu der Jan Ballings Atelier einen authentischen Beitrag leistet.