Mit Beginn des neuen Jahres richtet sich der Fokus der dänischen Kulturwelt auf die Insel Fanø: Die sechste Staffel der beliebten Sendung „Kunstnerkolonien“ begleitet sechs etablierte Künstlerinnen und Künstler bei ihrer kreativen Arbeit an der dänischen Wattenmeerküste. Die Serie, die am Sonntag, dem 11. Januar auf DRTV und DR2 startet, öffnet in acht Folgen exklusive Einblicke hinter die Kulissen des kreativen Entstehungsprozesses und richtet sich damit auch an ein internationales Publikum. Traditionell waren Standorte wie Skagen, Hornbæk und Bornholm Drehorte. Nun steht erstmals das einzigartige Naturumfeld der Insel Fanø und das historische Dorf Sønderho im Mittelpunkt.

Aus Perspektive deutscher Kulturliebhaber ist dieser künstlerische Arbeitsaufenthalt auf Fanø besonders interessant. Die Insel ist von Norddeutschland aus bequem über Esbjerg erreichbar und zeichnet sich durch die Verbindung von Küste, Meer und ländlicher Tradition aus. Seit Jahrhunderten ist Fanø Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer und zieht mit seiner charakteristischen Dünenlandschaft zahlreiche Kunstschaffende und Kreative an. Die Teilnehmer der Künstlerkolonie – darunter Leif Sylvester, Alberte Skronski, Peter Land, Jack Kabangu, Anna Sofie Jespersen und Malene Landgreen – greifen die starke Verbindung zwischen Kunst und Natur auf.

Ergänzend zur Fernsehausstrahlung werden ab 1. Februar die entstandenen Werke im Esbjerg Kunstmuseum öffentlich ausgestellt. Wer die Künstlerinnen und Künstler und deren Werke hautnah erleben möchte, findet damit eine reizvolle Ausflugsmöglichkeit unweit der deutsch-dänischen Grenze. Das Rahmenprogramm bietet Gelegenheit für Austausch und Hintergrundgespräche; zusätzlich profitieren Besucher von der landschaftlichen und kulturellen Vielfalt der Wattenmeerregion. Das Kunstprojekt wird von Marie Nipper kuratiert und von der Produktionsfirma Eddy Media im Auftrag des dänischen Rundfunks produziert.