Im Winter 2025/2026 bietet sich rund um den Stubbe Sø in der Gemeinde Syddjurs ein Bild besinnlicher Stille. Doch hinter der dänischen Idylle verbirgt sich eine dynamische Entwicklung: Die Förderung junger Kunstschaffender gewinnt im Land weiter an Bedeutung. Erst im Dezember 2023 hatte das ressortübergreifende Gremium für die junge künstlerische Elite ein Förderbudget von 250.000 Kronen für Projekte in Furesø bewilligt. Auch in Syddjurs könnten ähnliche Programme Anklang finden, was für deutsche Kulturschaffende, die nach Austauschmöglichkeiten suchen, von Interesse sein dürfte.

Immer wieder richten sich staatliche und kommunale Stellen in Dänemark gezielt an Nachwuchstalente und bieten „Artist in Residence“-Programme an. Diese Modelle ermöglichen es jungen Kreativen, in inspirierenden Umgebungen wie den Seenlandschaften Ostjütlands künstlerisch tätig zu werden – häufig mit finanzieller Unterstützung und professioneller Begleitung. Gerade diese staatlichen Rahmenbedingungen schaffen Chancen für Kooperationen, denn viele Projekte verfolgen ausdrücklich internationale Perspektiven. Für deutsche Künstlerinnen und Künstler ist das ein Anreiz, sich mit Partnern in Syddjurs und anderen Regionen zu vernetzen. Im Vergleich zur deutschen Förderlandschaft wird in Dänemark oft ein besonderer Fokus auf Interdisziplinarität und künstlerischen Austausch gelegt, was einen fruchtbaren Boden für innovative Kooperationen bereitet.

Neben eigenen Fördermitteln stimulieren dänische Kommunen punktuell auch private Initiativen etwa in der Kunstvermittlung. Organisationen vor Ort setzen darauf, Synergien zu schaffen und Kunstinteressierte aus verschiedenen Ländern anzuziehen. Derzeit gibt es zwar keine aktuellen Förderprogramme mit explizitem Fokus auf den Stubbe Sø, aber Vorbilder wie das Furesø-Projekt zeigen: Derartige Projekte könnten auch in anderen Kommunen Schule machen.

Für Bürgerinnen und Bürger aus Deutschland, die Kontakte nach Skandinavien suchen, lohnt sich daher ein Blick auf die Entwicklungen in Syddjurs. Gerade die enge Verflechtung zwischen öffentlicher und privater Kulturförderung, lokale Kreativinitiativen und naturnahe Rückzugsorte bieten Perspektiven – und könnten künftige Kooperationen zwischen deutschen und dänischen Kulturschaffenden bereichern.