Im beliebten Ferienort Blokhus an der dänischen Nordseeküste haben Besucher derzeit die Gelegenheit, 15 eindrucksvoll dekorierte Trold-Skulpturen im Fun Art Blokhus zu bestaunen. Die Ausstellungsstücke sind das Herzstück eines Kunst- und Wohltätigkeitsprojekts, das in ganz Skandinavien Anklang gefunden hat. Gestaltet von Künstlern und Designern aus dem ganzen Land, verkörpern diese sogenannten "Lykketrolde" – auf Deutsch Glückstr trolls – jeweils ihre ganz eigene Geschichte und Ästhetik.

Das Projekt hat einen starken Bezug zur Krebshilfe: Alle Einnahmen aus der aktuell laufenden Auktion der Figuren kommen der dänischen Krebsgesellschaft (Kræftens Bekæmpelse) zugute. Der Anlass ist nicht zufällig gewählt – Thomas Dam, der ursprüngliche Schöpfer des berühmten Gjøl-Trold, verstarb selbst an Krebs. Sein Vermächtnis lebt nun in dieser ungewöhnlichen Verbindung von Kunst, Design und Wohltätigkeit fort.

Ideengeber Jesper Sommer, der das Projekt ins Leben rief, hatte zunächst die klassische Trollfigur neu interpretiert und als hochwertiges Designobjekt positioniert, das auch außerhalb Skandinaviens – etwa in Schweden, Norwegen und Finnland – Anklang fand. Die Initiative wurde später zu einem spannenden Charity-Konzept weiterentwickelt: Namhafte Designer wie Kathrine Van Godt aus Nordjütland kreierten individuelle Trolde, bei denen Materialien und Details symbolische Bedeutung haben. Besonders hervorgehoben wird etwa die Figur "Gratitude", deren Uhr-Accessoires an die wertvolle Zeit erinnern, die krebskranken Menschen bleibt.

Die Trold-Charityauktionen werden inzwischen mehrfach durchgeführt und haben in den vergangenen Jahren bereits über drei Millionen Kronen für die dänische Krebshilfe eingespielt. Für deutsche Urlauber und Kunstinteressierte lohnt sich ein Abstecher nach Blokhus: Die Ausstellung ist nicht nur sehenswert, sondern verknüpft kreativen Ausdruck mit sozialem Engagement. Die Endphase der diesjährigen Auktion ist derzeit in vollem Gange und die einzigartigen Figuren finden hoffentlich künftig auch einen Platz in deutschen Privathaushalten oder Unternehmen.

Das Engagement der Designer, Initiatoren und Unterstützer zeigt, wie kulturelle Projekte eine Brücke über die Landesgrenzen schlagen und als Inspiration für wohltätige Aktionen in ganz Europa dienen können.