Mitten im Nationalpark Thy wurde jüngst ein wichtiger Schritt für den Naturschutz getan: Die Dänische Naturfond hat insgesamt 48 Hektar ehemalige landwirtschaftliche Flächen angekauft, um diese Flächen künftig wieder der Natur zuzuführen. Das Areal liegt zentral im Parkgebiet und spielt eine Schlüsselrolle im Vorhaben, größere und zusammenhängende Naturräume zu schaffen. Für internationale Beobachter und speziell deutsche Besucher, die gerne in Skandinavien reisen, stellt dieses Projekt ein innovatives Beispiel für Kooperationen zwischen Privatpersonen, Landwirten und öffentlichen Einrichtungen dar.
Insgesamt acht Partner – aus staatlicher wie privater Hand – haben sich im Rahmen einer „Naturallianz“ zusammengeschlossen, um dem Biotopvernetzungsgedanken in der Region Thy und Han Herred Nachdruck zu verleihen. Der Fokus liegt auf der Wiederherstellung natürlicher Gleichgewichte und der Verbesserung der Lebensräume für Flora und Fauna. Besonders bemerkenswert ist, dass nicht nur Naturschutzorganisationen, sondern auch lokale Betriebe wie die Betreiber von Gyrupgaard und Thy Whisky aktiv dazu beitragen. Diese haben entschieden, Flächen, die zuvor landwirtschaftlich genutzt wurden, nun der freien Natur zu überlassen. Die für den Getreideanbau weniger gut geeigneten Flächen geben sie an die gemeinnützige Stiftung und konzentrieren sich stattdessen auf Ackerland, das besser zum Anbau geeignet ist.
Die Nationalparkverwaltung übernimmt zukünftig die Pflege und Verwaltung dieser Flächen, damit diese mit den bestehenden staatlichen Naturräumen harmonisch verbunden werden können. Demnächst wird in Zusammenarbeit mit der Naturfond ein spezifischer Plan für die Entwicklung der Flächen erstellt.
Für deutsche Besucher des Nationalparks und Naturschutzinteressierte zeigt dieses Projekt beispielhaft, wie Flächen innerhalb Europas neu gedacht und bewirtschaftet werden können. Das Konzept, genutzte Agrarflächen zurück in naturnahe Ökosysteme zu überführen, bietet Inspiration für ähnliche Initiativen, bei denen eine Kooperation zwischen privaten Grundeigentümern und öffentlichen Institutionen möglich ist.
