Die schottisch-dänische Künstlerin Leah Robb präsentiert derzeit im Albertslund Bibliotek bei Kopenhagen ihre Ausstellung, die sich mit den komplexen Lebenswirklichkeiten von Menschen im Drogenumfeld auseinandersetzt. Anlass waren persönliche Erlebnisse: Robb ließ sich von einem nahen Freund inspirieren, der einen Rückfall in den Drogenmissbrauch erlitt. In einer bewusst labyrinthisch gestalteten Installation lädt Robb die Besucher dazu ein, auf eine sensible, sinnliche Erkundungstour zu gehen, die das emotionale Auf und Ab in Zusammenhang mit Drogenexperimenten erlebbar macht.

Die Ausstellung besteht aus Malereien, Skulpturen und Alltagsgegenständen, die das Spektrum zwischen Euphorie, Liebe, Fürsorge ebenso abbilden wie Verwirrung, Betrug und Verzweiflung. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Auswirkungen für die Angehörigen sowie auf Möglichkeiten der Vergebung, Erholung und Hoffnung. Mit dieser künstlerischen Herangehensweise will Robb nicht nur Menschen mit Suchtproblemen, sondern auch deren Umfeld in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.

Finanziell ermöglicht wurde das Projekt durch die Unterstützung der Ejner Christian Christensens Fond, die von der Vestegns Polizei verwaltet wird. Für dieses Jahr erhielt Robb 125.000 dänische Kronen aus Mitteln, die ursprünglich zur Bekämpfung des Drogenhandels gestiftet wurden. Die Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Prävention und das gesellschaftliche Bewusstsein durch kulturelle Projekte zu stärken.

Das Angebot ist kostenlos und richtet sich an alle Interessierten. Die Kommune Albertslund bindet die Ausstellung aktiv in ihr Bildungsprogramm ein – insbesondere für Schülerinnen und Schüler der achten Klassen, die sich mit der Thematik im Rahmen der sogenannten „Kulturtrappe“ beschäftigen.

Besonderheit für Besucher: Am 26. August findet die Vernissage mit Leah Robb persönlich statt. Am 16. September gibt es einen Diskussionsabend zu den Themen mentale Gesundheit, Auswege aus dem Missbrauch und Erfahrungen von Betroffenen und Angehörigen. Am 23. September folgt ein Reflektionskonzert mit Musiker Noah Rosanes. Alle Aktivitäten stehen der Öffentlichkeit offen und werden kostenfrei angeboten.