Wer während eines Aufenthalts in Dänemark die Natur hautnah erleben möchte, sollte sich eine nächtliche Wanderung nicht entgehen lassen. Die dänische Naturschutzbehörde Naturstyrelsen weist darauf hin, dass viele Tiere erst in der Dunkelheit aktiv werden. Besonders in der Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang verlassen nachtaktive Tiere wie Dachse, Füchse und Fledermäuse ihre Verstecke auf der Suche nach Nahrung.

Für Naturinteressierte öffnet sich damit eine seltene Gelegenheit: Bei einer Tour in den staatlichen Naturgebieten, die rund um die Uhr zugänglich sind, können Besucher besonders in der Nacht faszinierende Wildtiere beobachten. Zwischen dem 6. und 7. September findet landesweit das Event "Nat i Naturen" statt. Über 100 Veranstaltungen laden dazu ein, geführte Expeditionen zu unternehmen oder auf eigene Faust auf Entdeckungstour zu gehen. Damit richtet sich das Angebot auch an internationale Gäste, die Dänemarks Natur jenseits der bekannten Touristenziele kennenlernen möchten.

Wer in der Nacht unterwegs ist, sollte Rücksicht auf die Tierwelt nehmen. Die Verhaltensregeln der dänischen Behörden empfehlen, mindestens 100 Meter Abstand zu Dachs- oder Fuchsbausystemen zu halten. Diese Tiere verlassen ihre Baue nach Sonnenuntergang und kehren am Morgen zurück. Störungen können den natürlichen Rhythmus der Tiere erheblich beeinträchtigen.

Über reine Tierbeobachtung hinaus machen die geführten Touren die nachtaktive Fauna auf neue Weise erlebbar. Biolog:innen vermitteln dabei Wissenswertes zu Lebensweise und Bedeutung der nachtaktiven Tiere für das Ökosystem. Interessierte finden weitere Informationen zum Programm unter "Nat i Naturen" auf der offiziellen Website. Für deutsche Gäste lohnt sich ein Ausflug besonders, da in staatlichen Naturräumen der Zugang meist ohne Eintritt möglich ist und die Veranstaltungen häufig auf Englisch begleitet werden.