Im Rahmen des Projekts VaBene werden derzeit in der Region Rømø und Tønder die sogenannten "codes of conduct" für Besucher des Nationalparks Vadehavet entwickelt. Ziel ist es, Verhaltensregeln festzulegen, die über gesetzliche Vorgaben hinausgehen und den respektvollen Umgang mit der einzigartigen Natur fördern. Besonders im Fokus steht das Problem des Mülls in der Natur, das als zentrales Thema der zehn wichtigsten Regeln hervorgehoben wurde. Auch der Umgang mit Hunden, das Benutzen von Drohnen, das Verhalten beim Wandern sowie Strandsegeln werden thematisiert.
Der Ansatz basiert auf bestehenden Richtlinien, die im Austausch mit Tourismus- und Naturschutzexperten sowie der lokalen Bevölkerung überarbeitet und auf das Wesentliche reduziert wurden. Die Organisatoren haben zudem die Zielgruppen direkt eingebunden, um nachvollziehbare und alltagstaugliche Empfehlungen zu erarbeiten. Das Vorgehen dient als Modell für nachhaltigen Naturtourismus und soll konkrete Verhaltensänderungen bewirken.
Um die neue Initiative bekannt zu machen, werden aktuell zehn kurze Filme produziert, die verschiedene Aspekte der Verhaltensregeln anschaulich vermitteln. Diese Clips, darunter ein besonderer Fokus auf das Strandsegeln und Kitebuggyfahren auf Rømø, werden in den nächsten Monaten auf Social-Media-Plattformen wie Facebook und Instagram veröffentlicht und erreichen so Urlauber und Tagesgäste direkt. Henning Bruun von der örtlichen Strandseglerschule dient als Sprecher in einem dieser Filme und bringt seine Erfahrungen aus der Perspektive eines lokalen Partners ein.
Insbesondere für deutsche Besucher, die das Wattenmeer regelmäßig bereisen, bieten diese neuen Verhaltenskodizes eine Orientierungshilfe. Sie helfen dabei, Konflikte mit anderen Besuchern und der Natur zu vermeiden und die sensiblen Ökosysteme nachhaltig zu schützen. Die Hinweise sind klar formuliert, leicht umsetzbar und unterstützen die langfristige Bewahrung der vielfältigen Flora und Fauna dieser weltweit einzigartigen Landschaft.
