In der dänischen Küstenstadt Grenaa kündigt die Norddjurs Kommune umfangreiche Veränderungen in ihren öffentlichen Grünanlagen für diesen Herbst an. Ziel ist es, die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten und langfristig attraktivere Naherholungszonen zu schaffen. In der Parkanlage ‚Anlægget‘ stehen demnächst gezielte Baumfällungen an. Ausschließlich abgestorbene oder sterbende Bäume, die als Gefahrenquelle eingestuft wurden, sollen entfernt werden. Zum Ausgleich sind Neupflanzungen geplant. Besonders interessant: Entlang des Hauptweges ersetzt man die bisherige Buchenhecke durch japanische Kirschbäume. Diese Blütenpracht dürfte bereits im kommenden Frühling sichtbar werden und verleiht der Anlage einen neuen Charakter, der auch für Fotofreunde aus dem Ausland reizvoll ist.
Neben den landschaftlichen Maßnahmen investiert man im Zuge der Aufwertung auch in das Freizeitangebot. Gerade für Familien wird die Installation von sogenannten "Weidenhütten" am Spielplatz vorgesehen. Diese naturnahen Bauwerke werden aus lebenden Weidenzweigen geflochten und bieten Kindern spannende Versteckmöglichkeiten und Raum für Naturerfahrung.
Darüber hinaus vermeldet die Kommune Veränderungen in der beliebten Grenaa Plantage. Die bestehende Fünf-Jahres-Strategie zur Erneuerung des dortigen Baumbestands muss aufgrund des beschleunigten Zerfalls alter Sitka-Fichten vorgezogen werden. Besucher werden gebeten, im Wald besonders vorsichtig zu sein und von offensichtlich instabilen Bäumen Abstand zu halten, insbesondere wenn sie abseits markierter Wege unterwegs sind. Das derzeitige Vorgehen entspricht dem naturnahen Trend der skandinavischen Landschaftspflege, der gezielt auf artenreiche, zukunftsfähige Mischungen und Erlebnisschwerpunkte setzt. Für deutsche Besucher, aber auch für Naturinteressierte aus aller Welt, bieten diese Entwicklungen interessante Einblicke in aktuelle Ansätze nachhaltigen Grünflächenmanagements – und laden dazu ein, Grenaa und seine Umgebung zu entdecken.
