Die dänische Kommune Norddjurs an der Ostküste Jütlands hat eine neue Initiative ins Leben gerufen, die auf große Resonanz trifft: Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger ihren Lieblingsbaum zum „Baum des Jahres“ vorschlagen. Ziel ist es, auf die vielfältigen Funktionen der Bäume aufmerksam zu machen. Egal ob wunderschöne, knorrige oder kulturhistorisch bedeutsame Bäume: Sie alle stehen exemplarisch für den Wert, den Bäume für Natur, Klima und Gesellschaft haben.
Norddjurs, wo rund 20 Prozent der Fläche von Wald bedeckt sind, möchte mit dem neuen Wettbewerb ein Bewusstsein für die Rolle der Bäume schaffen. Interessant für deutsche Leser: Die Initiative steht für einen Trend, den viele Kommunen in Skandinavien verfolgen – das Verhältnis zur Natur aktiv und kreativ zu gestalten, um Klimaschutz und Artenvielfalt zu fördern.
Teilnahmebedingungen für den Baumwettbewerb: Bis zum 19. Oktober 2025 können alle Interessierten einen Baum aus Norddjurs nominieren, sofern dieser öffentlich einsehbar ist. Nach einer Auswahlphase wird im Dezember der Gewinnerbaum gekürt. Wer den Siegerbaum vorschlägt, erhält dafür einen Gutschein für ein lokales Pflanzenzentrum, was auch die heimische Ökonomie unterstützen soll. Im Anschluss an die Wahl findet ein Naturfest im Jahr 2026 statt, das den Wert der Bäume noch einmal ins Rampenlicht stellt.
Bäume sind mehr als nur grüne Kulisse: Sie bieten Lebensraum für Insekten, Vögel, Moose und Pilze und sind wichtige CO2-Speicher. Die Kommune erhofft sich, dass die Auszeichnung nicht nur Bürger einbindet, sondern auch Nachahmer in anderen Regionen findet, wie es bereits in Teilen Deutschlands erste Beispiele gibt. Für Reisende oder Interessierte könnte sich ein Besuch in Norddjurs lohnen, um die prämierten Bäume selbst zu entdecken und dabei aktuelle dänische Naturschutzkonzepte kennenzulernen.
