In der dänischen Stadt Randers ist aktuell eine neue Ausgabe des Magazins ‚Sådan!‘ erschienen. Das periodisch publizierte Heft widmet sich in diesem Jahr besonders dem Thema Gemeinschaften und deren Bedeutung für das Zusammenleben in der Kommune. Schwerpunkt der Ausgabe sind Geschichten über lokale Initiativen, kreative Netzwerke und Menschen, die mit ihrem Einsatz positive Veränderungen ermöglichen.
Der Inhalt spricht nicht nur Einwohnerinnen und Einwohner von Randers an, sondern zeigt auch, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt in skandinavischen Kommunen funktioniert. Für Leserinnen und Leser aus Deutschland bietet dies einen spannenden Einblick in nachbarschaftliches Engagement und innovative soziale Ansätze, von denen sich auch deutsche Kommunen inspirieren lassen können.
Unter anderem werden Unternehmen wie ‚Operaen‘ und ‚El-Recycling‘ vorgestellt, die verdeutlichen, wie wirtschaftlicher Erfolg und soziale Verantwortung miteinander verbunden werden können. Beide Betriebe stellen den Teamgeist in den Mittelpunkt und setzen auf Kooperation – ein Modell, das auch für andere Regionen Europas von Interesse ist.
Das Magazin berichtet ebenfalls von neuen Wanderwegen, mit denen städtisches Leben und Natur stärker vernetzt werden. Die Route von Justesens Plæne in der Innenstadt bis nach Udbyhøj entlang des Fjords lädt dazu ein, die Gegend gemeinsam zu erkunden. Weiterhin gewährt die Ausgabe Einblicke in das Zuhause der 23-jährigen Petrea, die auf nachhaltigen Konsum und Second-Hand-Möbel setzt. Solche Wohnkonzepte finden auch in Deutschland zunehmend Anhänger, die Wert auf Ressourcenschonung legen.
Ein weiteres Porträt stellt die Dorfgemeinschaft von Ålum vor, wo aktive Nachbarschaftshilfe zum Alltag gehört. Soziale Vereine wie „Fødekæden“ sorgen durch die Verteilung von überschüssigen Lebensmitteln dafür, dass Bedürftige Unterstützung erhalten. Zu Wort kommt zudem der Psychologieprofessor Svend Brinkmann, der betont, wie wichtig Teilhabe und Gemeinschaft für Wohlbefinden und Lebensqualität sind.
Das Magazin ‚Sådan!‘ ist an verschiedenen zentralen Stellen in Randers kostenlos erhältlich, etwa in Bürgerbüros, Bibliotheken und sogar im nachhaltigen Haus No. 17 in der Slotsgade 4. Damit spricht es auch Menschen an, die bislang keine Werbe- oder Gratiszeitungen erhalten. Für deutschsprachige Kommunen als auch für Interessierte im deutsch-dänischen Grenzgebiet bietet die Initiative aus Randers interessante Impulse zum Aufbau und zur Pflege lokaler Gemeinschaften.
