Im dänischen Zentraljütland fand kürzlich das zweite diesjährige Treffen des Nutzerbeirats der Mønsted Kalkgruber statt – ein wichtiger Termin kurz vor Beginn der Sommerferien und der beliebten Hochsaison der Region. Das Gremium setzt sich aus lokalen Akteuren zusammen, etwa von Kultureinrichtungen, Naturschutzorganisationen und Unternehmen aus der Umgebung. Ziel der Sitzungen ist, Interessen zu bündeln und nachhaltige Entwicklung in und rund um das Kalkgrubengebiet künftig gemeinsam zu unterstützen.

Beim diesjährigen Sommermeeting, das am 25. Juni 2025 in den Räumlichkeiten der Kalkgruber stattfand, waren namhafte Vertreter anwesend: Der sportliche Verein Kalkmineløbet, das Viborg Handicapråd, Der Lokale Naturfredningsforening, die nahegelegene Mehrzweckhalle Østfjends Hallen, der Friluftsrådet, die Vereinsgemeinschaft Kalkkaminoens Venner sowie das Molkereikonsortium ARLA. Einige geladene Gruppen, wie Daubjerg Kalkgruber oder Dansk Ornitologisk Forening (DOF), konnten an dieser Sitzung nicht teilnehmen.

Im Fokus stand diesmal nicht nur der Austausch über aktuelle Projekte, sondern auch die Erkundung des Areals. Besonders aufschlussreich war die gemeinsame Begehung eines ARLA-Käselagers, das tief im Labyrinth des ehemaligen Kalkbergwerks untergebracht ist. Dieses außergewöhnliche Lager verbindet industrielle Nutzung mit dem Kulturerbe der Region und ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie industrielle Geschichte sinnvoll weitergenutzt werden kann.

Der Nutzerbeirat befasste sich außerdem mit anstehenden Initiativen, die schrittweise zur Entwicklung des Kalkgrubenareals beitragen sollen. Für Besucher aus Deutschland bietet das Areal nicht nur Einblicke in einmalige Natur- und Industriegeschichte, sondern auch in lokale Formen partizipativer Verwaltung und nachhaltige Regionalentwicklung. Das Modell des Beirats bündelt dabei vielfältige Perspektiven aus Sport, Naturschutz, Kultur und Wirtschaft und könnte als Vorbild für Bürgerbeteiligung in ähnlichen touristischen Regionen dienen.