Am 20. März 2026 fegte ein Piteraq über die ostgrönländische Stadt Tasiilaq hinweg. Der gefürchtete Fallwind vom grönländischen Eisschild erreichte dabei Windböen von bis zu 49 Metern pro Sekunde, was rund 176 Kilometern pro Stunde entspricht.

Katabatischer Fallwind vom Eisschild

Der Piteraq ist ein katabatischer Fallwind, der typisch für Ostgrönland ist. Diese Winde entstehen, wenn kalte Luftmassen vom grönländischen Eisschild talwärts strömen und dabei enorme Geschwindigkeiten erreichen können. Laut wissenschaftlichen Aufzeichnungen können Piteraq-Stürme Windgeschwindigkeiten bis zu 200 km/h entwickeln und sind damit eine der extremsten Wettererscheinungen der Arktis.

Nicht das stärkste Ereignis

Obwohl der Sturm vom 20. März 2026 mit seinen 49 Metern pro Sekunde erhebliche Windstärken erreichte, war er nicht das intensivste Piteraq-Ereignis der jüngeren Vergangenheit. Laut lokalen Aufzeichnungen wurden in Tasiilaq bereits 2022 noch höhere Windgeschwindigkeiten gemessen.

Für Grönland-Reisende sind Piteraq-Stürme ein wichtiger Faktor bei der Reiseplanung. Die extremen Winde können nicht nur Gebäude beschädigen, sondern auch den Flug- und Schiffsverkehr erheblich beeinträchtigen. Wer Ostgrönland besucht, sollte sich der Möglichkeit solcher Wetterextreme bewusst sein und flexibel in der Reiseplanung bleiben.