Vom 4. bis 7. September 2025 verwandelt sich die historische Stadt Ribe an der westjütländischen Vadehavsküste in ein Zentrum musikalischer Mystik. Das Rued Langgaard Festival widmet sich diesmal besonders der Verbindung von Musik und dem Spirituellen, einer Strömung, die Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche Komponisten beschäftigte.
Im Mittelpunkt stehen Werke von Rued Langgaard, Ludolf Nielsen und Tekla Griebel Wandall, die allesamt als bedeutende Vertreter einer mystisch geprägten Musikkultur gelten. Das Festivalprogramm legt dabei großen Wert auf das Zusammenspiel von Explosionen klanglicher Fantasie und dem Streben nach einer höheren, geistigen Dimension von Musik.
Für deutsche Besucher bietet das Festival nicht nur eine seltene Gelegenheit, dänische Komponisten abseits der ganz großen Namen kennenzulernen, sondern liefert auch einen Einblick in eine wenig bekannte künstlerische Strömung Skandinaviens zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Besonders der Einfluss der Geisteswelt und das Interesse an übersinnlichen Phänomenen prägten das Schaffen von Langgaard und seinen Zeitgenossen. Werke wie Langgaards Sinfonien und Orgelstücke, Nielsens kammermusikalische Kompositionen sowie Wandalls faszinierende geistliche Musik stehen auf dem Programm.
Veranstaltungsort ist das malerische Ribe, die älteste Stadt Skandinaviens, deren historische Bauten für internationale Gäste einen zusätzlichen Reiz bieten. Mehrere Spielstätten, darunter die berühmte Domkirche von Ribe, werden genutzt. Das Festival richtet sich ausdrücklich auch an internationale Gäste – trotz des starken Bezugs zur dänischen Musikgeschichte sind Einführungstexte und Informationen auf Englisch und häufig Deutsch verfügbar.
Eine Besonderheit: Das Festival wird durch den Kulturpuljen der Region Süddänemark gefördert, eine regionale Initiative zur Stärkung kultureller Projekte. Wer also einen kulturellen Spätsommertrip plant, hat hier die Chance, ein außergewöhnliches Musikfestival mit Einblicken in die nordische Moderne zu erleben.
