Das Sea War Museum Jutland in Thyborøn hat seine Ausstellung um ein besonderes Exponat erweitert: Erstmals ist ein Modell des deutschen U-Boots U20 zu sehen, das am 29. Januar 2026 der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
Das U-Boot U20 der Kaiserlichen Marine erlangte 1915 traurige Berühmtheit, als es südlich von Irland den britischen Passagierdampfer Lusitania versenkte. Dieses Ereignis trug maßgeblich dazu bei, dass die USA in den Ersten Weltkrieg eintraten.
Gebaut wurde das Modell von Bjørn Barfoed aus Struer, dem Modelltischler des Museums. Barfoed hat bereits zahlreiche einzigartige Modelle für das Museum geschaffen, die nirgendwo sonst zu finden sind. Dazu gehören unter anderem ein Modell des britischen U-Boots E50, des deutschen Torpedoboots G12, ein Flugzeugmodell vom Angriff auf die Tønder Luftschiffbasis sowie das Rettungsboot des deutschen Torpedoboots A77. Letzteres trieb nach fünf Tagen auf der Nordsee mit Lebenden und Toten an Bord bei Houvig an Land.
Der Modellbauer unterstützt die Museumsarbeit bereits seit vor der Gründung des Sea War Museum im Jahr 2015 als ehrenamtlicher Mitarbeiter. Damals brachte er eine Kiste mit Wrackteilen zum Museum.
Das Museum hat während der Winterferien täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Besucher, die am selben Tag sowohl das Sea War Museum Jutland als auch die benachbarte Ausstellung Havets Hemmeligheder besuchen, erhalten einen Rabatt auf den Eintrittspreis. Außerhalb des Museums befindet sich in den Dünen der Mindepark for Jyllandsslaget, eine Gedenkstätte zur Seeschlacht am Skagerrak.
Weitere Informationen zu Öffnungszeiten und Veranstaltungen sind auf der Website des Museums unter www.seawarmuseum.dk zu finden.
