Vor 177 Jahren, am 23. April 1849, beteiligte sich die dänische Marine an den Kämpfen um Kolding – mit einem Einsatz, der trotz Mut und Entschlossenheit scheiterte.

Im Rahmen des Schleswig-Holsteinischen Krieges (1848–1850) hatten preußische Truppen unter General Bonin Kanonenbatterien südlich der Grenze zu Schleswig aufgestellt. Laut Originaltext befanden sich diese Stellungen bei der Bellevuegade und der Læssøegade. Von dort beschossen sie am 23. April 1849 die Innenstadt von Kolding mit Brandgeschossen.

Die dänische Antwort kam vom Wasser: Laut Originaltext segelte die Korvette FLORA unter dem Kommando von Kaptajnløjtnant (Kapitänleutnant) Hendrich Emil Krenchel in den Kolding Fjord ein und schleppte zwei Ruder-Kanonenboote mit sich. Da Krenchel die Korvette außerhalb der Schussweite hielt, ruderten die Besatzungen der Kanonenboote das letzte Stück bis zum 1843 errichteten neuen Hafen selbst.

In Feuerstellung versuchten die Kanonenboote, die preußischen Batterien bei der Bellevuegade zu vertreiben – doch der Kampf erwies sich schnell als hoffnungslos ungleich. Laut Originaltext verfügten die preußischen Kanonen über ein Kaliber von 12 Pfund, während die dänischen Kanonenboote lediglich 6-Pfünder an Bord hatten. Hinzu kam der Höhenvorteil der Preußen auf dem Bellevue-Hügel, der ihre Treffsicherheit erheblich steigerte. Die dänischen Kanonen konnten die preußischen Stellungen aufgrund des Höhenunterschieds und der Entfernung vom Fjord schlicht nicht erreichen.

Als ein Stabsoffizier zu den Kanonenbooten ruderte und meldete, dass General Bülow einen Rückzug plane, entschied Krenchel laut Originaltext, den Kampf abzubrechen und sich zurückzuziehen – rechtzeitig, bevor die Verbindung zum Kleinen Belt (Lillebælt) abgeschnitten werden konnte.

Das Gefecht bei Kolding ist ein anschauliches Kapitel der dänisch-deutschen Kriegsgeschichte, das sich im Rahmen einer historischen Stadtführung oder eines Museumsbesuchs in Kolding erkunden lässt.