Mit dem Start des Rosenholm Festivals am Freitag, dem 5. Juni 2026, beginnt in Østjylland die Sommerfestsaison – und damit auch eine verstärkte Präventionskampagne von Behörden und Polizei.

Laut Østjyllands Politi ist besonders rund um die Freitagskonzerte im Freizeitpark Tivoli Friheden ein problematisches Trinkverhalten unter Jugendlichen zu beobachten. Tausende junge Menschen aus der gesamten Polizeiregion besuchen diese Veranstaltungen wöchentlich. Als besonders kritisch gilt dabei die sogenannte Vorfeier-Kultur (dän. forfest-kultur): Schon vor der Ankunft am Veranstaltungsort wird laut Polizei übermäßig viel Alkohol konsumiert.

Die Polizei hat gemeinsam mit dem Lokalrat in Aarhus Kommune vorab bewertet, welche Konzerte voraussichtlich die meisten Jugendlichen anziehen werden. Bei den beliebtesten Veranstaltungen wird die Präsenz von Streetworkern (Gadeplan-Mitarbeitern), Polizisten und freiwilligen Nachtwächtern (Natteravne) erhöht.

Ein weiteres Problem: Laut Polizei wissen Eltern oft nicht, wo sich ihre Kinder aufhalten, da Verabredungen über soziale Medien getroffen werden.

Auch Syddjurs SP Forebyggelse (ein kommunaler Präventionsdienst) wird laut Syddjurs Kommune bei drei ausgewählten Freitagsveranstaltungen sowie an mehreren Tagen des Rosenholm Festivals präsent sein.

Dänemark zählt zu den europäischen Ländern mit den höchsten Rauschtrinker-Raten bei Jugendlichen. Eltern werden ausdrücklich gebeten, das Gespräch mit ihren Kindern über Alkohol und Festkultur zu suchen.

Für deutsche Urlauber in der Region: Bei Sommerfesten und Festivals ist in diesem Sommer mit erhöhter Polizeipräsenz zu rechnen.