Bei einer archäologischen Ausgrabung im Frühjahr 2024 bei Vonsild unweit von Kolding haben Archäologen einen außergewöhnlichen Fund gemacht. In einem Urnengrab aus der römischen Eisenzeit entdeckten sie drei bronzene Fibeln – Gewandspangen aus dem 1. Jahrhundert nach Christus.
Laut Museum Kolding lokalisierte ein Metalldetektor die Urne, die anschließend sorgfältig geborgen und ins Museum transportiert wurde. Bereits ein Röntgenbild der noch verschlossenen Urne zeigte die Schatten der drei Fibeln im Inneren. Doch erst beim Öffnen offenbarte sich die wahre Sensation: Die bronzenen Schmuckstücke sind außergewöhnlich gut erhalten, mit Details, die fast so scharf sind wie vor 2000 Jahren.
Besonders beeindruckend ist eine der Fibeln mit ihrer stark profilierten Form und einer tierförmigen Verzierung am Bügel. Deutlich erkennbar sind Kopf, Maul und Zunge des Tieres, die in den "Fuß" der Gewandspange übergehen. Die Fibeln stammen aus der älteren römischen Eisenzeit und zeugen von der hohen handwerklichen Kunstfertigkeit jener Epoche.
Solche Funde geben Einblick in die Bestattungskultur und den Schmuck der Menschen, die vor zwei Jahrtausenden in der Region um Kolding lebten. Die Fibeln dienten nicht nur als praktische Verschlüsse für Gewänder, sondern waren auch Statussymbole und Kunstwerke zugleich.
