Während der beliebten Sommerwochen in Dänemark wie der 29. Kalenderwoche, wenn viele Urlauber Richtung Skagen oder zum Musikfestival nach Tisvildeleje reisen, intensivieren die dänischen Behörden ihre Verkehrskontrollen – nicht nur dort, sondern landesweit rund um große Sommerveranstaltungen. Bereits im Sommer 2024 wurden bei solchen Kontrollen 107 Fahrzeuge überprüft. Fast die Hälfte der Fälle führte zu Nachzahlungen von Registrierungsabgaben, Mehrwertsteuer oder Steuern. Besonders häufig stehen vier Vergehen im Fokus:

Privatfahrten mit Nutzfahrzeugen (sogenannte „Gulpladebiler“) sind nur erlaubt, wenn für den jeweiligen Tag eine spezielle Tagesgenehmigung („dagsbevis“) erworben wurde. Diese Regel ist zwar bekannt und recht beliebt, dennoch geraten immer wieder Fahrer bei Straßenkontrollen ins Visier, wenn sie in ihrem privat genutzten Lieferwagen unterwegs sind.

Mannschaftswagen, also Lieferfahrzeuge mit zusätzlicher Sitzreihe für Mitarbeiter, dürfen in der Regel nicht für den Weg zwischen Wohnort und Arbeitsplatz benutzt werden. Die Praxis, solche Fahrzeuge dennoch privat zu nutzen, zieht häufig Nachforderungen nach sich. Viele Unternehmen sind sich der rechtlichen Details beim Kauf solcher Fahrzeuge nicht ausreichend bewusst.

Leasingfahrzeuge mit anteiliger Registrierungsabgabe stellen eine Besonderheit dar, vor allem bei teuren Modellen. Hier ist äußerste Genauigkeit beim Abgleich der Leasing- und Registrierungszeiträume nötig, da ansonsten die volle Registrierungsabgabe fällig wird – wie unter anderem ein Fall mit einem Ferrari im Februar zeigte.

Auch ausländische Fahrzeuge werden besonders kontrolliert. Ausländer mit Wohnsitz in Dänemark müssen nämlich ihr Auto nach spätestens 30 Tagen hier registrieren lassen. Vielen ist diese Regel allerdings nicht bekannt, bis sie bei einer Kontrolle gestoppt werden.

Für deutsche Reisende, die in Dänemark ein Fahrzeug verwenden, ist es ratsam, sich im Vorfeld mit den lokalen Verkehrs- und Steuerregelungen vertraut zu machen – besonders bei Anmietung von Nutzfahrzeugen, Nutzung von Leasingwagen oder einem längeren Aufenthalt mit dem eigenen Auto. Verstöße können nachträgliche Kosten mit sich bringen, die den Urlaubsfreuden schnell einen Dämpfer versetzen.