In der westjütländischen Kommune Ringkøbing-Skjern beginnt in der kommenden Woche eine gezielte Pflegemaßnahme im Stadtwald der sogenannten Naturbydelen. Nach zehn Jahren erfolgreichem Wachstum steht das Ausdünnen der Bepflanzung bevor – ein wichtiger Schritt zur Entwicklung eines gesunden, zukunftsfähigen Waldbestandes. Die Maßnahme richtet sich nicht nur an den Erhalt starker Bäume, sondern zugleich an die langfristige Entwicklung naturnaher Wohngebiete am Stadtrand von Ringkøbing.
Zunächst werden per Hand selektiv Bäume entfernt, die zu eng beieinanderstehen und sich daher gegenseitig an Licht, Wasser und Platz zur Entfaltung hindern. Fachleute der Kommune gehen dabei systematisch vor, um die besten Voraussetzungen für stabile Bäume mit kräftigen Kronen und einem widerstandsfähigen Wurzelwerk zu schaffen. Nach Abschluss der manuellen Arbeiten folgt in den folgenden Wochen eine maschinelle Durchforstung. Hierbei entsteht Holzmaterial, das anschließend im Spätsommer oder Herbst gehäckselt wird.
Die Kommune setzt auf diese bewährten Methoden der Forstwirtschaft, um die Biodiversität zu erhöhen und die Widerstandsfähigkeit der Wälder gegen Unwetter oder Krankheiten zu stärken. Zugleich hält sie damit den Wald offen und einladend für Spaziergänger sowie die künftigen Anwohner, die in den nächsten Jahren naturnahe Wohnmöglichkeiten direkt am Rand des grünen Areals erhalten sollen.
Für deutsche Leser ist dabei besonders interessant, dass Dänemark seine städtische Entwicklungsstrategie eng mit ökologischen Konzepten verknüpft. Naturnahe Siedlungen und quartiersnahe Erholungsräume entstehen Hand in Hand mit nachhaltigen Bewirtschaftungsmaßnahmen. Die aktuelle Durchforstung wird bewusst in einer Trockenperiode durchgeführt, um Bodenverdichtung oder Schäden an der sensiblen Waldbodenschicht zu vermeiden. Offenheit und Transparenz im Umgang mit solchen Maßnahmen spielen im öffentlichen Leben eine wichtige Rolle – Information der Nachbarschaft ist ebenso Teil des Vorgehens, wie eine professionell begleitete Umsetzung durch Fachpersonal.
