Mit Beginn der Sommerferien steigt in der Region Jammerbucht im Norden Dänemarks die Zahl öffentlicher Veranstaltungen spürbar an. Feste, Festivals und private Feiern locken zahlreiche Menschen an, was die Behörden dazu veranlasst hat, verstärkt auf die Gefahren von Alkohol am Steuer hinzuweisen. In diesem Juli sind entlang vieler Straßen auffällige Schilder aufgestellt worden, die daran erinnern: Wer Alkohol konsumiert hat, sollte das Auto stehen lassen.

Erfahrungen aus den Vorjahren zeigen, dass die Sommerzeit als Hochsaison für alkoholisierte Fahrten gilt. Laut der Verkehrssicherheitsorganisation sieht die Kommune Jammerbucht dies als ein ernstzunehmendes Risiko: Schon geringer Alkoholgenuss kann die Fahrtauglichkeit maßgeblich beeinträchtigen und zu schweren Unfällen führen. Verbunden mit der Aufklärungskampagne sind gezielte Kontrollen angekündigt, um die Einhaltung der Promillegrenzen zu überprüfen und damit die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen.

Für deutsche Urlauber, die Dänemark mit dem eigenen Auto bereisen, sind die Regelungen besonders relevant. Die dänischen Alkoholgrenzwerte am Steuer sind streng: Bereits ab 0,5 Promille drohen Bußgelder und Fahrverbote, in schweren Fällen auch Freiheitsstrafen. Verstöße werden häufig an Ort und Stelle mit hohen Strafen geahndet, die nach Einkommen gestaffelt sein können. Wer am Tag nach einer durchfeierten Nacht wieder am Steuer sitzt, riskiert ebenfalls, noch Restalkohol im Blut zu haben und so in eine Kontrolle zu geraten.

Die Behörden legen deshalb nahe, auf alkoholfreie Alternativen zurückzugreifen oder den Heimweg ohne Auto zu organisieren. Rezepte für alkoholfreie Getränke finden sich, neben weiteren Informationen über die Wirkung von Alkohol und die gesetzlichen Strafen, online beim Rådet for Sikker Trafik.

Um allen Sommergästen eine sichere Heimkehr zu ermöglichen, appellieren die Organisatoren daran, Verantwortung zu übernehmen und vorsichtig zu sein – nicht nur für sich selbst, sondern für die gesamte Gemeinschaft.