In Randers, im Osten Jütlands, wird der Dezember jedes Jahr ein wenig zauberhafter: Die lokale Initiative rund um den sogenannten Termonisse sorgt für Aufmerksamkeit und rege Beteiligung in der Bevölkerung. Der Termonisse, sinnbildlich eine Thermoskanne mit Mütze und Schalk, verlässt alljährlich zur Weihnachtszeit ihren üblichen Platz im Regal, um auf Entdeckungstour durch Randers und Umgebung zu gehen. Die Aktion fand bereits im Vorjahr großen Anklang. Doch in diesem Jahr gibt es eine Neuerung: Die Bürgerinnen und Bürger bestimmen erstmals eigenständig die Erlebnisse und Stationen, welche die traditionsreiche Thermoskanne absolvieren soll.
Kern der Aktion ist ein öffentlicher Aufruf: Bürger werden gebeten, ihre liebsten weihnachtlichen Orte, Traditionen und Veranstaltungen aus der Region vorzuschlagen. Ob ein historischer Weihnachtsmarkt, ein stimmungsvoll dekoriertes Café, ein Adventskonzert oder besondere Aktivitäten für Familien – alles kann als Station für die diesjährige Reise nominiert werden. Durch den Austausch in lokalen Online-Communitys und sozialen Netzwerken entsteht so ein gemeinschaftliches „Adventstagebuch“, das nicht nur den Termonisse, sondern auch die kulturelle Vielfalt rund um den Dezember in Randers sichtbar macht.
Abseits aller weihnachtlichen Klischees bietet die Aktion echten Mehrwert: Sie ermöglicht deutschsprachigen Gästen und Zugezogenen einen authentischen Einblick in lokale Bräuche. Zudem können Reisetipps, Veranstaltungshinweise und Erlebnisse gesammelt werden, die sich jenseits klassischer Reiseführer bewegen. Eine Mitmachaktion wie diese trägt dazu bei, dass auch Besucher abseits der großen Städte persönliche, von Einheimischen empfohlene Orte entdecken.
Der Termonisse wird während des gesamten Dezembers an verschiedenen Schauplätzen in Randers zu Gast sein. Seine jährliche Reise bietet Gelegenheit, traditionelle wie moderne dänische Weihnachtserfahrungen aus nächster Nähe mitzuerleben – ein kurzweiliges Format, das Lokalkolorit versprüht und die Vielfalt der Region widerspiegelt.
