
Vortrag: Kampen om broderierne i Danmark 1850–1950
Kann Stickerei die Geschichte einer Gesellschaft erzählen? Dieser Frage geht Ethnologin und Autorin Kirsten Rykind-Eriksen in ihrem Vortrag nach. Sie beleuchtet den kulturellen Streit, der sich in Dänemark zwischen 1850 und 1950 um Stickmuster und Stickästhetik entfaltete — ausgetragen zwischen drei Lagern: einer Kunst- und Kulturelite, die sich an antiken Motiven orientierte, einer national gesinnten Kulturelite, die dänische Volkskunst als einzig echte Form verstand, und einer aufstrebenden Industrieelite, die nach deutschem Vorbild alle vierzehn Tage Damen- und Modezeitschriften mit Stickmustern herausgab. Grundlage des Vortrags ist das Buch „Kampen om broderierne i Danmark 1850–1950″, das Rykind-Eriksen gemeinsam mit Textilforscherin Esther Grølsted veröffentlicht hat. Veranstalter sind Folkeuniversitet Jammerbugt und Historisk Mode. Eintritt: 95 DKK. Der Vortrag findet auf Dänisch statt.
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