Im Südosten der jütländischen Stadt Kolding befindet sich ein einzigartiges Kulturprojekt, das sich sowohl bei Bürgern als auch Touristen großer Beliebtheit erfreut: die Kolding Miniby. Das Freilichtmuseum präsentiert einen detailgetreuen Nachbau der Altstadt Koldings im Maßstab 1:10 und lädt Besucher zu einem Perspektivenwechsel ein. Am heutigen Tag öffnete das Museum seine Tore für geführte Rundgänge, bei denen die Teilnehmenden mit ehrenamtlichen Mitwirkenden und festangestellten Mitarbeitern ins Gespräch kommen konnten.

Die Kolding Miniby ist ein herausragendes Beispiel für das Zusammenwirken von bürgerschaftlichem Engagement und kommunaler Unterstützung: Senioren und engagierte Bürger setzen hier ihr handwerkliches Geschick ein, um Miniaturbauten nach historischen Vorlagen zu fertigen. Diese aufwändige Arbeit wird regelmäßig unter Anleitung von Experten und Museumsangestellten koordiniert. Besucher erhielten so am 15. Januar 2026 authentische Einblicke in die Bauweise, Geschichte und die alltägliche Organisation des Projekts.

Das Projekt ist nicht nur als Touristenattraktion interessant. Für deutsche Gäste bietet sich die Gelegenheit, analog zu bekannten Miniaturwundern in Deutschland, dänische Stadtgeschichte im Kleinformat zu erfahren und zugleich mit dem Thema Ehrenamt und dem intergenerationellen Austausch in Berührung zu kommen. Ein besonderer Mehrwert für deutsche Besucher ist der verstärkte Austausch zwischen den unterschiedlichen Nationalitäten, der dieses Projekt seit Jahren prägt – oftmals wird auch auf Deutsch informiert und persönliche Fragen sind ausdrücklich erwünscht. Insbesondere für Familien wie auch für Modellbauinteressierte bietet Kolding Miniby die Chance, kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede spielerisch zu entdecken.

Mit dem Ausbau kommunaler Förderung, wie er im Haushaltsplan 2025 vorgesehen ist, soll die Arbeit der Freiwilligen weiter professionalisiert und auch die Barrierefreiheit im Gelände verbessert werden. Die Stadt lädt damit ausdrücklich ausländische Gäste dazu ein, ihre Erfahrungen einzubringen und an den offenen Werkstatt-Tagen teilzunehmen.

Für Besucher aus Deutschland empfiehlt sich die Anreise über die gut angebundenen Bahn- und Straßenverbindungen nach Kolding. Ein spontaner Besuch ist meist möglich, doch insbesondere für Gruppen oder besonders Interessierte empfiehlt sich eine Voranmeldung beim Museum.