Das Sea War Museum Jutland in Thyborøn bietet am Sonntag, 1. Februar, von 16:00 bis 18:00 Uhr, ein besonderes Event für Geschichtsinteressierte. In Zusammenarbeit mit dem Folkeuniversitet Lemvig gibt Søren Nørby, Forscher und Lehrender an der dänischen Verteidigungsakademie, spannende Einblicke in die aufregende 500-jährige Geschichte der dänischen Marine. Ort der Veranstaltung ist der Vortragssaal im Gebäude ‚Havets Hemmeligheder‘, Kystcentervej 3, 7680 Thyborøn.

Das Vortragsprogramm führt die Zuhörer von den dramatischen Kämpfen gegen Piraten in der Karibik über die spektakuläre Rettungsaktion nach dem Untergang des U-Bootes DYKKEREN 1916 bis zur Selbstversenkung der Flotte am 29. August 1943 im Zweiten Weltkrieg. Dabei werden zahlreiche bislang weniger bekannte Aspekte der dänischen Marinegeschichte thematisiert und durch Anekdoten veranschaulicht.

Auch für deutsche Besucher bietet diese Veranstaltung einen bedeutenden Mehrwert: Die dänische Marine spielte oft eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Nordsee- und Ostsee-Region, viele Ereignisse haben direkte historische Bezüge zu Deutschland, gerade während der Konflikte des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Selbstversenkung der Flotte 1943 etwa hatte unmittelbaren Einfluss auf den weiteren Kriegsverlauf im besetzten Dänemark und damit auch für die deutsche Besatzungsmacht.

Der Eintrittspreis beträgt 60 dänische Kronen, Inhaber eines Jahrespasses erhalten freien Zutritt. Am Tag der Veranstaltung ist das Museum „Havets Hemmeligheder“ von 14:00 bis 16:00 Uhr geöffnet, bleibt aber während des Vortrags selbst und im Anschluss geschlossen. Wer ein Tagesticket erwirbt, kann das Vortragsprogramm zum halben Preis besuchen. In der Pause werden Erfrischungen angeboten.

Das Sea War Museum bleibt noch vorübergehend geschlossen und öffnet wieder am Samstag, 7. Februar, mit regulärem Museumsbetrieb.