RINGKØBING-SKJERN – Am Freitagabend fand im Kulturcenter der westjütländischen Kommune Ringkøbing-Skjern die diesjährige WestAwards-Gala statt. Mit dabei: über 1.200 Initiativen und Vereine, die das soziale und sportliche Leben in der Region prägen. Die Veranstaltung würdigte in besonderem Maß das große Engagement Ehrenamtlicher und leitete damit den feierlichen Abschluss eines vielfältigen Gemeinwesenjahres ein.

Im Mittelpunkt standen Persönlichkeiten wie Ellinor Susgaard und Alberte Jessen, die zu „Musterbrechern des Jahres“ gekürt wurden, sowie Benny Steffensen als „Vereins-Feuerseele“. Der Titel „Sporttalent des Jahres“ ging an Mikkel From Løcke, während Trainer Tim Ravn Lindgaard und Jungtrainerin Emma Johansen Vang für ihren Einsatz in der Nachwuchsförderung ausgezeichnet wurden. Die Kulturstation „Furniture Station“ erhielt den Kulturpreis. Zusätzlich wurde die soziale Arbeit der Skoletanter und -onkler der Tarm Schule hervorgehoben, während die Organisation Huset Venture die Auszeichnung im Bereich Inklusion und Handicapempowerment für sich verbuchte.

Zahlreiche Sportlerinnen und Sportler aus Ringkøbing-Skjern wurden für Erfolge bei nationalen und internationalen Wettbewerben geehrt: Kirsten Onsberg gewann mehrere Gold- und Silbermedaillen bei Leichtathletikmeisterschaften; Valdemar L. Ingemann errang den Titel im Biathlon; Malene Foldager Andersen holte Gold bei den Bowling-Senioreneuropameisterschaften. Im Tischtennis glänzte Frank Hahn mit WM-Silber, und beim Reitsport überzeugte Johan Brunsgaard Pedersen auf isländischen Pferden. Schützenvereine und Tractorpulling-Teams aus der Region waren ebenfalls mit mehreren Landes- und einem Europameistertitel vertreten, etwa durch Jens Nørgård Pedersen mit seinem Traktor „Bounty Hunter“.

Für Leserinnen und Leser in Deutschland zeigt sich hier, wie gezielte Auszeichnungen für bürgerliches Engagement das Gemeinschaftsgefühl in einer ländlichen Region stärken. Das Modell könnte auch für deutsche Kommunen mit starker Vereinsstruktur und Ehrenamtspotenzial inspirierend sein. Gerade das breite Spektrum – von Sport über Kultur bis hin zu sozialintegrativen Initiativen – unterstreicht, wie soziale Anerkennung und gemeinschaftliches Feiern zu lokalem Zusammenhalt beitragen.