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Mothsgården
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📷 Ramblersen2 / CC BY-SA 4.0
Mothsgården
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📷 Ramblersen2 / CC BY-SA 4.0

📖 Über Mothsgården

Mothsgården liegt direkt am Dorfteich von Søllerød bei Holte, eingerahmt von Kirche und Dorfkrug, und ist damit eines der überschaubarsten, aber auch stimmungsvollsten Museen im Umland von Kopenhagen. Hinter dem reetgedeckten Giebel verbirgt sich ein kulturhistorisches Haus, das die Geschichte der Region Rudersdal erzählt – und das Gebäude selbst ist dabei mindestens so sehenswert wie das, was darin ausgestellt wird. Wer ein großes, spektakuläres Museum erwartet, wird hier nicht fündig; wer Lust auf einen ruhigen, geschichtsträchtigen Zwischenstopp mit Kaffee und Spaziergang hat, ist genau richtig.

Was Dich vor Ort erwartet

Der Rundgang durch Mothsgården ist schnell zu überblicken, aber nicht schnell abgehakt. In den Dauer- und wechselnden Sonderausstellungen geht es um die Lokalgeschichte der Gegend, unterstützt von interaktiven Bildschirmen, die dem Ganzen einen zeitgemäßen Anstrich geben, ohne dass das historische Haus dabei in den Hintergrund tritt. Das Gebäude selbst gilt als Dänemarks ältestes erhaltenes Landhaus – ein Satz, den man sich ruhig einmal auf der Zunge zergehen lassen darf, während man durch die niedrigen Räume geht. Besonders reizvoll ist die Kombination aus Kultur und Pause: Im Garten oder in einer Küche, die auf das Jahr 1917 zurückgeführt wird, gibt es Kaffee, Kuchen und Eis, dazu einen kleinen Museumsladen. Das macht Mothsgården zu einem Ort, an dem man nicht nur schaut, sondern auch bleibt – zumindest für eine Tasse Kaffee. Die Lage trägt entscheidend zur Atmosphäre bei: direkt am Dorfteich, mit Kirche und Kro als Nachbarn, und mit Wegen, die von hier aus in den Kirkeskoven oder zum Søllerød-See führen. Wer möchte, macht aus dem Museumsbesuch also gleich einen kleinen Nachmittagsausflug mit Spaziergang. Rezensionen beschreiben das Haus übereinstimmend als nettes, kleines Lokalhistorien-Museum mit gemütlicher Atmosphäre und freundlichem Personal – niemand wird hier von der Menge an Exponaten erschlagen, aber auch niemand gelangweilt zurückgelassen.

Gut zu wissen

Rechne mit einem kompakten Museum: Die Ausstellungsfläche ist überschaubar, weshalb sich der Besuch gut mit einem Spaziergang oder einem Kaffee im Garten kombinieren lässt, statt als alleinstehendes Tagesziel zu funktionieren. Die Öffnungszeiten sind mit täglich elf bis sechzehn Uhr (außer montags) recht knapp bemessen, sodass sich ein kurzer Blick auf die Zeiten vor der Fahrt lohnt.

Geschichte & Hintergrund

Ende des 17. Jahrhunderts diente das Haus als Lusthaus – also als Sommer- und Rückzugsort – des Staatsbeamten und Sprachforschers Matthias Moth, der an einer der frühen großen dänischen Wörterbuchsammlungen arbeitete. Ein handschriftlicher Band aus dieser Arbeit lässt sich im Museum besichtigen, was dem Ort einen interessanten sprachhistorischen Fußabdruck verleiht, den man in einem so kleinen Haus nicht unbedingt erwarten würde. Fast zweihundert Jahre später bekam das Gebäude einen zweiten prominenten Namen: Im Sommer 1868 arbeitete der norwegische Komponist Edvard Grieg hier an seinem Klavierkonzert a-Moll, einem seiner bekanntesten Werke. Eine Gedenktafel am Giebel zum Dorfteich erinnert bis heute daran. Zwei völlig unterschiedliche Kapitel – Sprachwissenschaft und Musikgeschichte – haben sich hier also unter demselben Reetdach abgespielt, was dem Besuch trotz der geringen Größe einiges an historischer Substanz verleiht.

📌 Kuriositäten & Fun Facts

  • Wörterbuch-Manuskript: Ein handschriftlicher Band von Matthias Moth aus seiner Arbeit an einer der frühesten großen dänischen Wörterbuchsammlungen ist im Museum zu sehen.
  • Griegs Klavierkonzert: Eine Gedenktafel am Giebel zum Dorfteich erinnert daran, dass Edvard Grieg hier im Sommer 1868 an seinem Klavierkonzert a-Moll arbeitete.
  • Taufstein mit Umweg: Eine Kopie eines Taufsteins im Hof wurde zeitweise sogar als Blumenschale in einem Privatgarten genutzt, bevor sie 1991 hier aufgestellt wurde.
  • Walnussschnaps: Aus den Nüssen des alten Walnussbaums im Garten stellt das Museum einen eigenen Walnussschnaps her, der auch verkauft wird.

💡 Praktisches für Deinen Besuch

  • Anfahrt: Die Adresse lautet Søllerødvej 25, 2840 Holte. Am einfachsten erreichst Du den Ort mit dem Auto oder per Zug/Bus bis Holte beziehungsweise Rudersdal mit anschließendem kurzem Fußweg.
  • Dauer: Für Ausstellung, Garten und Café solltest Du 45 bis 90 Minuten einplanen, je nachdem, ob Du danach noch spazieren gehst.
  • Beste Zeit: An einem trockenen Tag lohnt sich der Besuch besonders, da Garten, Dorfteich und die Wege Richtung Kirche, Wald und See dann mitgenutzt werden können.
  • Familien: Kinderwagen sind laut Betreiber kein Problem, eine Wickelmöglichkeit ist vorhanden. Zur vollständigen Rollstuhl-Zugänglichkeit des historischen Gebäudes liegen keine eindeutigen Angaben vor.
  • Hunde: Laut offizieller Angabe nicht erlaubt.
Mit 4,5 Sternen bei 37 Google-Bewertungen schneidet Mothsgården bei denen, die tatsächlich dort waren, ordentlich ab – ein Museum, das niemanden überwältigt, aber alle zufriedenstellt, die genau das gesucht haben: ein Stück dänische Lokalgeschichte in einem der ältesten Häuser des Landes, garniert mit Kaffee, Kuchen und einem Spaziergang um den Dorfteich. Wenn Du ohnehin in der Gegend um Holte unterwegs bist, ist der Umweg hierher kaum ein Umweg, sondern eher eine sehr entspannte Zugabe.

🗺️ Lage

Søllerødvej 25, 2840 Holte, Dänemark
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ℹ️ Informationen

🕒 Öffnungszeiten
  • Montag: Geschlossen
  • Dienstag: 11:00–16:00 Uhr
  • Mittwoch: 11:00–16:00 Uhr
  • Donnerstag: 11:00–16:00 Uhr
  • Freitag: 11:00–16:00 Uhr
  • Samstag: 11:00–16:00 Uhr
  • Sonntag: 11:00–16:00 Uhr
💰 Eintrittspreise
  • Erwachsene: 40 DKK
  • Pensionisten, Studierende und Gruppen ab 10 Personen: 20 DKK
  • Kinder unter 18 Jahren: kostenlos
  • Ticket gilt am selben Tag auch für Vedbækfundene
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