Zum Hauptinhalt springen
BonBon-Land
Home Seeland Karrebæksminde BonBon-Land
📷 Foto: BonBon-Land / Google Places
BonBon-Land
🔍
📷 Foto: BonBon-Land / Google Places

📖 Über BonBon-Land

Stell Dir vor, ein dänischer Süßigkeitenhersteller hat in den 1980ern Bonbons mit Namen wie "Hundefurz", "Möwenschiss" und "Pipi-Windeln" verkauft – und die Dinger wurden so beliebt, dass Tausende die Fabrik besichtigen wollten. Weil das aus hygienischen Gründen nicht ging, baute Michael Spangsberg kurzerhand einen ganzen Freizeitpark drumherum. So begann 1992 die Geschichte von BonBon-Land, einem Ort, der beweist, dass dänischer Humor eine ganz eigene Kategorie bildet. Was als Mini-Süßigkeitenfabrik mit vier Entenbooten in einem Teich startete, ist heute einer der verrücktesten Vergnügungsparks der Welt – offiziell geadelt vom Time Magazine, das BonBon-Land 2012 auf die Liste der Top 10 seltsamsten Themenparks setzte. Und wenn Du Dich fragst, ob ein Park, dessen Maskottchen ein stinkender Hund namens Henry Hundeprut ist, wirklich familientauglich sein kann: Die Dänen beweisen mit 96 Prozent Bekanntheit im eigenen Land, dass Humor und Herz sich nicht ausschließen müssen.

Geschichte & Hintergrund

Am 16. April 1992 öffnete BonBon-Land seine Tore in Holme-Olstrup, rund 100 Kilometer südlich von Kopenhagen. Die Idee dahinter war so simpel wie genial: Michael Spangsberg hatte eine Süßwarenfabrik übernommen und produzierte Bonbons, die Kinder zum Kichern brachten. Die Namensgebung verdankt der Park übrigens Spangsbergs Sohn Nicolai, der beim Anblick einer neuen Süßigkeit meinte: "Die sehen aus wie Hundefurze!" – und damit war eine Marke geboren. Als die Fabrik aufgrund strenger Hygienevorschriften keine Führungen mehr anbieten konnte, entstand BonBon-Land als kreative Lösung. Im ersten Jahr strömten fast 600.000 Besucher in den Park – eine Zahl, die erst 2003 mit 616.000 Besuchern getoppt wurde, als die spektakuläre Achterbahn "Vildsvinet" (Das Wildschwein) eröffnete. Die Hundefurz-Achterbahn kam bereits 1993 hinzu, und 1998 investierte Spangsberg 32 Millionen Kronen in Skandinaviens größten Rafting-Track. Die Parkfläche wuchs von anfänglich 85.000 auf heute 130.000 Quadratmeter. 2007 verkaufte Spangsberg sein verrücktes Baby an den spanischen Freizeitparkkonzern Parques Reunidos, der den Park weiter ausbaute. Die Süßigkeitenfirma BonBon-Slik war bereits 2001 an Toms verkauft worden, aber der Geist des anarchischen Humors blieb im Park erhalten – und macht ihn bis heute zu einem Ort, an dem Erwachsene genauso herzhaft lachen wie Kinder.

Besonderheiten & Highlights

BonBon-Land ist nicht einfach nur ein Freizeitpark – es ist eine liebevolle Hommage an den dänischen Humor, der sich selbst nie zu ernst nimmt. Henry Hundeprut, der stinkende Hund, ist das offizielle Maskottchen und repräsentiert perfekt, wofür dieser Park steht: Spaß ohne falsche Scham. Die Achterbahn "Hundeprutten" fährt zweimal im Kreis und bringt Generationen zusammen, während "Vildsvinet" mit seinem 97-Grad-Tauchwinkel selbst hartgesottene Adrenalinjunkies beeindruckt. Diese Achterbahn war 2003 die weltweit erste ihrer Art mit einem überkopf-ersten Abgang und diente als Prototyp für Gerstlauers mittlerweile legendäres Eurofighter-Modell. Über 60 verschiedene Attraktionen verteilen sich auf dem Gelände, darunter vier Achterbahnen und zwei Wasserfahrten. Das Beaver-Rafting gilt als eine der beliebtesten Attraktionen und sorgt dafür, dass Du garantiert nass wirst (ein kleiner Spoiler: Du wirst SEHR nass). Svend Svingarm, eine gigantische Pendelfahrt, simuliert das Gefühl des Fliegens und lässt Dich in luftigen Höhen schweben. Mit über 60 Attraktionen, verschiedenen Spielplätzen und einem Piratenpfad ist BonBon-Land ein Ort, an dem die Zeit wie im Flug vergeht – und das ist bei Weitem nicht nur eine Metapher, wenn Du gerade aus dem Cobra-Turm im freien Fall nach unten rauschst.

Dein Besuch vor Ort

Wenn Du BonBon-Land betrittst, spürst Du sofort: Hier regieren andere Gesetze. Die Atmosphäre ist herrlich entspannt, und der Park schafft es, sowohl Kleinkinder als auch Teenager glücklich zu machen (was bekanntlich die Königsdisziplin jedes Familienausflugs ist). Die Attraktionen sind clever über das Gelände verteilt, sodass Du zwischen den Adrenalinschüben immer wieder Entspannungszonen findest. Verschiedene Spielplätze laden zum Toben ein, während die Eltern durchatmen können – oder sich selbst auf die Hundefurz-Achterbahn wagen. Ein besonderer Pluspunkt: BonBon-Land ist ausgesprochen hundefreundlich. Dein vierbeiniger Freund darf Dich begleiten, solange er an der Leine bleibt und von einem Erwachsenen beaufsichtigt wird. Der Park hat sogar Wasserstellen mit Schalen aufgestellt, damit Dein Hund an heißen Sommertagen nicht durstig bleibt (vergiss die Hundekotbeutel nicht – auch im verrücktesten Park gelten zivilisierte Regeln). Die Saison läuft von Ende April bis Ende Oktober, und der Park ist etwa 1,5 Autostunden von Kopenhagen entfernt – perfekt für einen Tagesausflug, bei dem Du das Gefühl hast, in eine völlig andere Welt eingetaucht zu sein.

📌 Kuriositäten & Fun Facts

  • Der Name "Hundefurz" für die Süßigkeiten stammte von Michael Spangsbergs Sohn Nicolai, der beim Anblick der neuen Bonbons spontan meinte: "Die sehen aus wie Hundefurze!" – und Papa machte daraus eine Marke
  • Vildsvinet kostete 25 Millionen Kronen und war der erste Euro-Fighter der Welt mit einem 22-Meter-Fall im 97-Grad-Winkel – steiler als senkrecht also, was physikalisch schon beeindruckend ist
  • Im Eröffnungsjahr 1992 startete der Park mit gerade mal vier kleinen Entenbooten in einem Teich – heute gibt es über 60 Attraktionen
  • Das Time Magazine listete BonBon-Land offiziell als einen der zehn seltsamsten Themenparks der Welt, und die Dänen trugen diese Auszeichnung mit Stolz
  • Die Attraktion "Hankatten" (Tomcat) verschlang satte 20 Millionen Kronen, während Beaver-Rafting mit 32 Millionen Kronen die teuerste Investition der Parkgeschichte war
  • BonBon-Land erreichte seinen Besucherrekord 2003 mit 616.000 Gästen – im selben Jahr, als Vildsvinet eröffnet wurde

💡 Wertvolle Zusatzinformationen

  • Zugänglichkeit: Mit dem Auto über die Route 54 in etwa 1,5 Stunden von Kopenhagen erreichbar. Mit dem Zug vom Kopenhagener Hauptbahnhof nach Næstved (ca. 75 Minuten), von dort weiter zum Park. Die Adresse lautet Gartnervej 2, 4684 Holmegaard.
  • Empfohlene Besuchsdauer: Plane einen ganzen Tag ein – bei über 60 Attraktionen wird Dir die Zeit nicht lang. Früh kommen lohnt sich, um die Hauptattraktionen mit kürzeren Wartezeiten zu erleben.
  • Besondere Hinweise: Hunde sind an der Leine willkommen und sollten von einem Erwachsenen beaufsichtigt werden. Wasserstellen für Vierbeiner sind vorhanden. Parken kostet, ist aber für Platinum-Passinhaber kostenlos.
  • Kombitipp: Kombiniere Deinen Besuch mit einem Abstecher zum nahegelegenen Skovtårnet, dem 45 Meter hohen Waldturm in den Gisselfelds Skove bei Næstved. Von dort oben blickst Du aus 135 Metern über dem Meeresspiegel über die Baumkronen – bei klarem Wetter sogar bis nach Kopenhagen.

BonBon-Land ist einer dieser Orte, die Du nicht so schnell vergisst – nicht nur wegen der Adrenalinschübe auf Vildsvinet, sondern vor allem wegen der entspannten, selbstironischen Atmosphäre. Hier darfst Du lachen, schreien, nass werden und Dich daran erinnern, dass das Leben zu kurz ist für falsche Ernsthaftigkeit. Pack Deine Familie ein (und vielleicht auch den Hund), schnapp Dir ein paar Wechselklamotten für nach dem Beaver-Rafting und lass Dich auf ein Abenteuer ein, das so typisch dänisch ist wie Smørrebrød und Hygge – nur mit deutlich mehr Hundefurz-Witzen.

🗺️ Lage

Holmegaard, Danmark
Navigation starten

ℹ️ Informationen

🕒 Öffnungszeiten
  • Montag: Geschlossen
  • Dienstag: Geschlossen
  • Mittwoch: Geschlossen
  • Donnerstag: Geschlossen
  • Freitag: Geschlossen
  • Samstag: 10:00–17:00 Uhr
  • Sonntag: 10:00–17:00 Uhr
💰 Eintrittspreise
  • Tagesticket ab 199,00 DKK (bei Buchung mindestens 3 Tage im Voraus)
  • Tagesticket regulär zwischen 199,- und 269,- DKK (dynamische Preise)
  • Parken: 65,00 DKK für 24 Stunden
  • Parken kostenlos mit Platinum-Saisonkarte
×
Vergrößertes Bild