In Tønder gehört Drøhses Hus zu den bemerkenswertesten historischen Gebäuden Süderjütlands. Das Giebelhaus wurde 1672 als Wohnhaus für den Amtschreiber Friedrich Jürgensen erbaut und trägt seinen heutigen Namen nach dem Buchhändler F.W.E. Drøhse, der es 1859 erwarb.
Die Innenaufteilung folgt der westschleswigschen Bautradition: Eine Diele durchzieht das gesamte Erdgeschoss, ein Erkerzimmer öffnet sich zur Hauptstraße, und ein Wohnzimmer liegt zur Gartenseite hin. Die alte Küche mit Kamin ist bis heute erhalten. Laut Visit Rømø & Tønder ziert ein Sandsteinportal mit Löwen und gedrehten Säulen die Fassade.
1985 wurde das Haus nach einer umfassenden Restaurierung mit dem Europa-Nostra-Preis für Architektur ausgezeichnet. Heute ist Drøhses Hus Teil von Museum Sønderjylland und widmet sich unter anderem der reichen westschleswigschen Klöppelspitzen-Tradition. Laut msj.dk gibt es zudem einen Klöppelspitzen-Garten nach einem 200 Jahre alten Muster sowie im Keller ausgestellte Eisenöfen und ein Stadtmodell von Tønder.
Das Haus beherbergt außerdem die Tønder Turistinformation. Derzeit ist Drøhses Hus vorübergehend geschlossen; die Wiedereröffnung ist für Dezember 2026 geplant. Weitere Informationen sind unter msj.dk abrufbar.
