Im beschaulichen Gistrup, unweit von Aalborg in Nordjütland, steht ein Haus, das sich deutlich von den Nachbarn abhebt: eine selbst erbaute Burg mit Türmen, Zugbrücken und allem, was dazugehört. Dieses ungewöhnliche Bauwerk ist das Werk von Peter Hvid, der im Alltag bei der Kommune Brønderslev arbeitet. In seiner Freizeit aber lebt er seine Fantasie aus und verwirklichte über zwei Jahrzehnte hinweg ein einzigartiges Projekt: die Verwandlung eines Standard-70er-Jahre-Bungalows in sein ganz persönliches Schloss.
Am Samstag, dem 7. Juni 2025, öffnet Peter Hvid, der in seiner Community liebevoll als Grev Peter tituliert wird, erneut die Pforten seines Märchenschlosses für die Öffentlichkeit. Die Adresse Hadsundvej 390, 9260 Gistrup, wird damit wieder zum Magneten für Mittelalter- und Baukunstliebhaber. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr und bietet Interessierten Führungen, mittelalterlich gekleidete Statisten und die Gelegenheit, vom neu errichteten Nordturm die Aussicht zu genießen. Um 12 Uhr hält der Hausherr selbst eine Ansprache vom Turm, die Tradition hat.
Peter Hvid hatte nie vor, ein Besuchermagnet zu werden. Doch mit täglich wachsenden Nachfragen und mittlerweile rund 2.500 Facebook-Fans ist die Nachfrage ungebrochen. Die erste offene Burg 2005 zählte unvorhergesehen 300 Gäste statt der erwarteten 14. Bei der letzten Ausgabe war sogar eine zweitägige Öffnung nötig, um dem Ansturm gerecht zu werden. In diesem Jahr haben bereits über 600 Personen Interesse signalisiert – ein eindeutiges Anzeichen für die stetig wachsende Faszination rund um das Objekt.
Für deutsche Besucher bietet das Event einen spannenden Einblick in dänische Do-it-yourself-Kultur und die Begeisterung für Individualität. Die offene, gastfreundliche Atmosphäre und der Fokus auf lokales Engagement und außergewöhnliche Lebenswelten machen den Besuch insbesondere für Fans des kreativen Bauens, der Mittelalterkultur oder alternativer Architektur lohnenswert. Zudem lässt sich ein Besuch gut mit einer Reise in den Norden kombinieren – Beispiele wie dieses zeigen, wie lebendig Nachbarschaft und persönliche Fantasie in skandinavischen Kleinorten sein können.
