Am nordwestlichen Rand Jütlands wird derzeit ein ungewöhnliches Digitalprojekt realisiert: OceanVju arbeitet gemeinsam mit zahlreichen lokalen Unternehmen an einer interaktiven 3D-Modellierung des Hafens und seines Umfelds in Hirtshals. Die digitale Darstellung ermöglicht es Nutzern, sich virtuell rund um den pulsierenden Hafen zu bewegen und einen völlig neuen Blick auf das Hafenleben zu gewinnen.

Ziel des Vorhabens ist es, die komplizierten Abläufe eines der wichtigen Logistikzentren Skandinaviens verständlich, transparent und attraktiv aufzubereiten. Die sogenannte „Hirtshals Modellen“ entstand aus der engen Zusammenarbeit mit ansässigen Betrieben und spiegelt erstmals die realen Arbeits- und Warenflüsse wider. Dadurch profitieren nicht nur Hafenunternehmen vor Ort von einer verbesserten Sichtbarkeit, sondern auch potenzielle Investoren, Geschäftspartner oder Ausbildungsinteressierte aus dem Ausland erhalten einen realistischen Einblick in den Hafenalltag. Besonders für deutsche Unternehmen, die mit dänischen Partnern kooperieren, oder Touristen, die sich für die Infrastruktur und Ökonomie Nordjütlands interessieren, sind solche Echtzeitmodelle von Mehrwert.

Auf Messen und Konferenzen wurde bereits ein erster Ausschnitt der Modellsimulation präsentiert. Nutzer können beispielsweise den Flume Tank North Sea virtuell besuchen, der mit seinem Strömungstank zentrale Test- und Forschungsarbeiten ermöglicht. Die 3D-Plattform wird fortlaufend erweitert und soll künftig nicht nur die Betriebe, sondern auch deren ökologische Verknüpfungen sowie Entwicklungspotenziale visualisieren. Generell gilt: Solche digitalen Hafenmodelle lassen sich auf andere Standorte übertragen und ermöglichen neue Formen der Kooperation u.a. bei Logistik, Nachhaltigkeit und Ausbildung.

Weitere Einblicke und die Publikation des endgültigen Modells sind in nächster Zeit zu erwarten.