Im Kalksteinbergwerk Mønsted Kalkgruber bei Viborg startet ein hochmodernes Forschungsprojekt zum Schutz der einheimischen Fledermauspopulationen. Mit Unterstützung der Aage V. Jensen Naturfond, die rund 2,5 Millionen Kronen bereitstellt, wird die Entwicklung eines fortschrittlichen Überwachungssystems für Fledermäuse finanziert. Ziel des Projekts ist es, das Verhalten und die Bestandsentwicklung dieser wichtigen Tiere im weltgrößten Kalksteinhöhlensystem noch genauer analysieren zu können.
Seit fünf Jahren werden bereits systematisch Daten gesammelt – unter anderem werden mit Kameras Fledermäuse gezählt und fotografiert, sobald sie die Höhlen betreten oder verlassen. Überwachung und Analyse sollen jetzt durch ein neues technisches System noch effizienter und präziser werden. Die dafür nötige Technologie soll zukünftig etwa Echtzeit-Bestandsanalysen und automatisierte Auswertungen ermöglichen, die auch für den Naturschutz in ganz Europa Vorbildcharakter haben könnten.
Für internationale Forscher – auch aus Deutschland – bietet das Projekt neue Kooperationsmöglichkeiten. Das Aarhus Universitet, konkret das Institut für Ecoscience, sucht aktuell eine Postdoc-Position im Bereich Feldbiologie, Forschung und technologische Entwicklung. So könnten die gewonnenen Erkenntnisse bald auch für vergleichbare Schutzprojekte in anderen europäischen Ländern genutzt werden. Zudem zeigen die wissenschaftlichen Bemühungen, wie moderne Forschungsmethoden lokale Artenvielfalt schützen und fördern können.
Gerade vor dem Hintergrund des Biodiversitätsrückgangs ist diese Forschung auch für deutsche Naturschutzinteressen von Bedeutung: Methoden oder Erkenntnisse aus Mønsted könnten etwa helfen, den Schutz seltener Arten wie der Fledermaus gezielt zu verbessern und in bestehende Monitoringprojekte zu integrieren.
