Auf der dänischen Nordseeinsel Fanø wird aktuell intensiv über neue Bauvorschriften für Sommerhäuser diskutiert. Im Zentrum steht der Entwurf zur Lokalplan 138 für den traditionsreichen Ferienort Sønderho, der am Montag, den 26. Januar 2026, Thema im Technischen Ausschuss der Kommune ist. Besonders relevant ist dabei die Zukunft der Fundamente für Ferienhäuser, ein Thema, das auch für deutsche Interessenten Bedeutung hat, die Immobilien auf Fanø erwerben oder dort Urlaub machen.
Zuvor waren sogenannte "Jordskruer" als einzige Fundament-Option vorgesehen. Diese gelten als umweltfreundlich, sind jedoch weder für standardisierte Haustypen geeignet noch durch viele Versicherungsgesellschaften abgesichert. Nach intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit mit über 290 Rückmeldungen hat die Kommunalverwaltung den Vorschlag nun angepasst. Ferienhäuser dürfen künftig nicht nur auf Erdankern, sondern auch auf Betonpfählen, großen Steinen oder vergleichbaren Untergründen errichtet werden. Damit wird die Planung für zukünftige Bauprojekte in Sønderho flexibler und entspricht besser branchentypischen Methoden in Europa.
Weitere baurechtliche Präzisierungen wurden ebenfalls beschlossen: Für Grundstücke unter 1.800 Quadratmetern liegt die maximale Bebauungsquote bei 15 %. Bei größeren Grundstücken sind es 10 %. Die Grundfläche darf insgesamt nicht mehr als 110 Quadratmeter betragen. Besonders hervorzuheben: Ferienhäuser in eineinhalb Geschossen können künftig auch größer ausfallen, sofern sie traditionell mit Reetdach ausgestattet werden. Die Regelungen für Beleuchtungen ändern sich ebenfalls: An jedem Ferienhaus dürfen bis zu vier Außenlampen befestigt werden.
Die Beschlusslage ist relativ klar: Im Gemeinderat haben R und Ø eine knappe Mehrheit, weshalb der Anpassung des Bebauungsplans nichts im Wege stehen dürfte. Nach Angaben der Verwaltung ist bereits eine weitere Planungsinitiative für den Norden der Insel vor Beginn der kommenden Sommersaison vorgesehen.
Für deutsche Interessierte, die ein Ferienhaus bauen oder erwerben wollen, ergeben sich daraus erweiterte bauliche Möglichkeiten und neue Perspektiven bezüglich Risiken und Versicherungsschutz.
