Im Juni und Juli ist das dänische Wattenmeer (Vadehavet) Schauplatz der Seehund-Brutzeit. Wer jetzt die Küste rund um Rømø besucht, kann Glück haben und Jungtiere auf Sandbänken oder am Strand entdecken – sollte ihnen aber unbedingt genug Raum lassen.

Ein allein liegendes Jungtier wirkt schnell verlassen, ist es aber in der Regel nicht. Die Mutter ist typischerweise auf Nahrungssuche und kehrt bald zurück. Nähern sich Menschen oder Hunde zu sehr, kann das sowohl die Jungtiere als auch erwachsene Seehunde stressen und die Mutter im schlimmsten Fall dauerhaft vertreiben.

Laut Visit Rømø & Tønder gilt daher: Abstand halten und die Tiere in Ruhe lassen. Ein Fernglas ist die beste Möglichkeit, die Seehunde zu beobachten, ohne sie zu stören. Laut NDR wird ein Mindestabstand von 300 Metern zu Jungtieren empfohlen.

Besonders häufig sind Robben laut dem Nationalpark Wattenmeer auf den Inseln Fanø und Mandø anzutreffen – aber auch rund um Rømø gehören sie zur typischen Wattenmeer-Fauna dieser Jahreszeit.

Fernglas einpacken, Abstand halten – so lässt sich die Brutzeit der Seehunde im dänischen Wattenmeer genießen, ohne dem Nachwuchs zu schaden.